Zwischen Security-Sprint und 5.3: Was OpenClaw in sechs Releases nachgelegt hat
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Zwischen dem Security-Sprint Ende April und der vor wenigen Tagen erschienenen Version 2026.5.3 hat OpenClaw sechs weitere Releases veröffentlicht. Diese Aufarbeitung zeigt, was in 2026.4.24 bis 2026.5.2 passiert ist.
- Warum wird die Sprachausgabe bevorzugt?
- Warum baut OpenClaw seine Plugin-Architektur um?
- Was hat das Gedächtnis dazugelernt?
- Welche neuen Provider und Setups sind dazugekommen?
- Was bedeutet das für Nutzer?
- Häufige Fragen
- Welche OpenClaw-Versionen liegen zwischen Security-Sprint und 5.3?
- Welcher Release hat Google Meet eingeführt?
- Welche TTS-Anbieter sind hinzugekommen?
Drei Entwicklungslinien bestimmen das Bild. Sprache wird zur Standardausgabe. Der Plugin-Apparat wird umgebaut. Das Gedächtnis des Agenten bekommt mehr Tiefe.
Zwischen Security-Sprint und 2026.5.3 hat OpenClaw sechs Releases nachgelegt. Drei Entwicklungslinien bestimmen das Bild: Google Meet als mitgeliefertes Plugin plus sechs neue TTS-Anbieter, der Umbau auf eine Cold Persisted Plugin Registry mit ersten externalisierten Paketen, und ein Memory-System, das zum personenbezogenen Wiki wird. Dazu kommen NVIDIA, Cerebras und DeepInfra als neue Provider sowie das Codex Computer Use Setup.
Warum wird die Sprachausgabe bevorzugt?
Mit 2026.4.24 ist Google Meet als mitgeliefertes Plugin in OpenClaw eingezogen. Der Agent kann Meetings über persönliche Google-Authentifizierung beitreten. Chrome- und Twilio-Realtime-Transports stehen zur Wahl. Über Paired-Node-Setups laufen auch Konstellationen mit BlackHole und SoX.
Während eines laufenden Calls kann der Realtime-Loop den vollen OpenClaw-Agenten konsultieren. Die Funktion heißt openclaw_agent_consult. Damit kann ein telefonischer Sprachagent kurze Antworten direkt geben und tiefere Anfragen an den Agenten mit voller Tool-Palette delegieren.
Die Version 2026.4.25 hat den Sprachstack komplett umgebaut. Sechs neue TTS-Provider sind hinzugekommen: Azure Speech, Xiaomi, Local CLI, Inworld, Volcengine und ElevenLabs v3. Der Agent kann jetzt verschiedene Stimmen pro Agenten-Definition nutzen. Mit /tts latest ist es möglich, die letzte Antwort als Voice-Note abzuspielen. Über /tts chat on|off|default lässt sich für die laufende Unterhaltung das automatische Vorlesen umschalten. Auf WhatsApp wird der sichtbare Text jetzt separat von der PTT-Voice-Note ausgespielt, statt ihn als verdeckte Voice-Note-Caption mitzusenden.
Diese beiden Releases zusammen markieren eine Verschiebung. Sprache war in OpenClaw bisher ein Add-on. Mit Google Meet als Standardpaket und einem deutlich größeren Provider-Korpus wird sie zur Erstausgabe. Wer den Agenten als Telefonassistenz oder Meetings-Begleiter nutzen will, hat seit 2026.4.25 deutlich weniger Reibung als vorher.
Warum baut OpenClaw seine Plugin-Architektur um?
Die zweite große Entwicklungslinie betrifft die Plugin-Architektur. Mit 2026.4.25 hat OpenClaw eine sogenannte Cold Persisted Plugin Registry eingeführt. Bisher musste der Gateway beim Start jedes Plugin-Verzeichnis durchsuchen, um Manifeste zu finden. Jetzt liegt eine vorberechnete Indexdatei vor, die Manifeste, Aliase und Capability-Hinweise enthält. Damit verringern sich die Startzeiten, da das Gateway nicht mehr breit scannen muss.
Mit 2026.5.2 hat OpenClaw begonnen, große Plugins aus dem Core zu trennen. ACPX wandert in das offizielle npm-Paket @openclaw/acpx. Diagnostics OpenTelemetry findet sich in @openclaw/diagnostics-otel. Beide tragen umfangreiche Abhängigkeiten mit sich, die für viele Nutzer nicht relevant sind. Wer besagte Plugins benötigt, installiert sie separat.
Vorbereitet wird im selben Release der Übergang für ein knappes Dutzend weiterer Plugins. In der Pipeline stehen unter anderem Google Chat, LINE, Matrix, Mattermost, BlueBubbles, Discord, Diffs, Lobster und Memory LanceDB. Dazu kommen Microsoft Teams, QQ Bot, Voice Call, WhatsApp, Brave, Codex, Feishu, Synology Chat, Tlon, Twitch und Zalo. Die übrigen aus der Pipeline folgen über die kommenden Releases.
OpenClaw löst sich von der Idee, dass alle Funktionen Teil eines monolithischen Pakets sein müssen. Das macht Updates schneller, reduziert die Angriffsfläche pro Installation und erleichtert die Wartung. Für Nutzer heißt das praktisch: Die Konfiguration wird etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen, weil installierte Plugins explizit gepflegt werden müssen.
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