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Warp wird Open Source: AGPL-Lizenz und OpenAI als Sponsor

Stephan Skrobisch 11. Mai 2026 3 Min.

Warp hat den Code seines KI-Terminals offengelegt. Das Repository ist seit dem 28. April 2026 auf GitHub verfügbar. CEO Zach Lloyd erklärt im Unternehmens-Blog die strategische Neuausrichtung. Der Hauptcode steht unter AGPL v3, die UI-Komponenten unter MIT.

Der Schritt ist eine Kehrtwende. 2021 hatte Lloyd in einer GitHub-Diskussion noch erklärt, Warp werde seinen Quellcode nicht veröffentlichen, um Forks durch Wettbewerber zu verhindern. Die Cloud-Plattform Oz für Agenten bleibt proprietär und gilt laut Lloyd als zentrales Unterscheidungsmerkmal von Warp.

Der Client entsteht künftig in einem Workflow, in dem Agenten zentrale Teile der Weiterentwicklung übernehmen. OpenAI unterstützt das Repository laut Warp von Beginn an als Sponsor. GPT-Modelle verarbeiten Issues, Specs und Pull Requests. Nutzer reichen Feature-Requests über GitHub ein. Oz prüft die Anfrage, stellt Rückfragen, erstellt einen Plan und öffnet anschließend einen Pull Request.

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Menschen behalten die finale Entscheidung über jeden Merge. Andere Coding-Agenten wie Claude Code, Codex und Gemini CLI bleiben als Werkzeuge für Beiträge weiterhin erlaubt. Warp erweitert mit dem Schritt zudem die Modellauswahl. Der Client unterstützt künftig Kimi, MiniMax und Qwen.

Eine konfigurierbare Oberfläche erlaubt verschiedene Modi vom reinen Terminal bis zum vollwertigen Agentic Development Environment, kurz ADE. Eine ADE bündelt Editor, Terminal und Agenten-Steuerung in einer Anwendung. Über das Programm Oz for OSS steht der Oz-Workflow laut Warp auch anderen Open-Source-Projekten offen.

Mit OpenAI als Sponsor entsteht ein direktes Gegenmodell zum Coding-Stack von Anthropic. Dessen Coding-Agent erhielt mit dem Auto Mode Anfang April mehr Autonomie. Die AGPL-Lizenz erlaubt freie Nutzung. Den Vorsprung sieht Lloyd inzwischen nicht in der Lizenz. Er liegt aus seiner Sicht in Oz und der schnellen Verarbeitung von Beiträgen. Geschäftsmodell und Rechenzentrum liegen weiter bei Oz und Warp Drive.

Die Reaktionen in der Community fallen gemischt aus. Auf Hacker News und in der GitHub-Diskussion zu Lizenz-Fragen begrüßen viele den Schritt. Andere kritisieren, dass die AGPL für Server-Software faktisch wie eine Bremse gegen Forks wirkt. Laut Help Net Security nutzen aktuell knapp eine Million Entwickler den Warp-Client.

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