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Visual Studio 2026 erlaubt benutzerdefinierte KI-Agenten

Stephan Skrobisch 9. April 2026 2 Min.

Microsoft hat Visual Studio 2026 um benutzerdefinierte KI-Agenten erweitert. Entwickler erstellen spezialisierte Copilot-Agenten als Markdown-Dateien im Repository. Die Agenten greifen über das Model Context Protocol auf den Workspace, die Codebasis und externe Wissensquellen zu. Dieser von Anthropic veröffentlichte offene Standard verbindet KI-Modelle mit externen Werkzeugen und Datenquellen. Zusätzlich behebt der integrierte Copilot jetzt NuGet-Schwachstellen direkt aus dem Solution Explorer.

Wie funktionieren die benutzerdefinierten Agenten?

Die Agenten werden als .agent.md-Dateien im Verzeichnis .github/agents/ abgelegt. Dort definieren Entwickler Anweisungen, die der Agent befolgen soll. Der Agent kann Coding-Standards des Teams durchsetzen, Build-Pipelines ausführen oder interne Dokumentationen durchsuchen.

Jeder Agent hat Zugriff auf den gesamten Workspace und versteht die Codestruktur. Mit Hilfe des Model Context Protocol verbindet sich der Agent mit externen Wissensquellen. Im Agent Picker von Visual Studio tauchen die konfigurierten Agenten direkt auf. Wer kein Modell festlegt, nutzt automatisch das im Model Picker Ausgewählte.

Ergänzend erkennen die Agenten Skills. Dabei handelt es sich um wiederverwendbare Anweisungssets in SKILL.md-Dateien. Sie liegen unter .github/skills/ im Repository oder unter ~/.copilot/skills/ im Nutzerprofil. Visual Studio erkennt sie automatisch.

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Was bringt die NuGet-Sicherheitsfunktion?

Erkennt Copilot eine Schwachstelle in einem NuGet-Paket, erscheint im Solution Explorer ein Hinweis. Per Klick auf „Fix with GitHub Copilot“ analysiert der Assistent die Schwachstelle und empfiehlt gezielte Updates der Abhängigkeiten. Die Funktion nutzt einen integrierten NuGet-MCP-Server, der einmalig aktiviert werden muss.

Für Unternehmen bietet Microsoft eine MCP-Governance-Funktion. Administratoren legen per Allowlist fest, welche MCP-Server in ihrer Organisation erlaubt sind. Nicht autorisierte Server werden blockiert. Dies soll verhindern, dass sensible Daten an nicht freigegebene Dienste fließen.

Was bedeutet das für KI-Agenten in IDEs?

Microsoft positioniert Visual Studio damit als Plattform für KI-Agenten im Entwickleralltag. Die Konkurrenz ist aktiv. Claude Code bietet seit kurzem einen Auto Mode und auch KI-IDEs wie Cursor setzen auf tiefe Agentenintegration.

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