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Ubuntu 25.10 erreicht Support-Ende: Sicherheitsupdates enden am 9. Juli

Stephan Skrobisch 9. Juli 2026 3 Min.

Am 9. Juli 2026 endet der Support für Ubuntu 25.10 „Questing Quokka”. Ab diesem Tag liefert Canonical keine Sicherheitspatches und keine kritischen Bugfixes mehr aus. Wer das Betriebssystem weiter nutzen möchte, sollte auf Ubuntu 26.04 LTS umsteigen.

Warum der Support nach neun Monaten endet

Ubuntu 25.10 wurde im Oktober 2025 veröffentlicht. Als sogenannter Interim-Release bekommt die Version nur neun Monate lang Updates. Interim-Releases sind kurzlebige Varianten für Nutzer, die früh neue Kernel und Desktop-Umgebungen ausprobieren wollen. Sie sind ausdrücklich nicht für den langen Betrieb gedacht wie eine Long-Term-Support-Version (LTS).

Die LTS-Ausgabe von Ubuntu bekommt dagegen fünf Jahre lang reguläre Sicherheitsupdates.
Mit einem Ubuntu-Pro-Abo verlängert sich dieser Zeitraum um weitere fünf Jahre. Wer diese Stabilität will, greift zu einer LTS-Version wie dem aktuellen Ubuntu 26.04 „Resolute Raccoon”. Auch bei den Plänen von Canonical für lokale KI-Modelle stehen die LTS-Varianten im Mittelpunkt.

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Was das Support-Ende praktisch bedeutet

Am Stichtag selbst passiert nichts Dramatisches. Die Installation läuft weiter, Programme starten wie gewohnt. Was aufhört, ist der Nachschub an Sicherheitspatches von Canonical. Ab dem 9. Juli 2026 tauchen bekannt gewordene Schwachstellen nicht mehr in den Ubuntu Security Notices auf und bleiben ungepatcht.

Mit der Zeit wächst dadurch das Risiko. Offengelegte Sicherheitslücken warten praktisch nur darauf, ausgenutzt zu werden. Auch Drittanbieter ziehen meist nach. PPAs und externe APT-Repositorys stellen die Pflege für die abgelaufene Version ein. Nach dem Support-Ende verschiebt Canonical die Paketquellen ins Archiv. Dadurch wird es schwieriger, Software wie gewohnt über apt zu installieren.

Der Umstieg auf 26.04 LTS

Ubuntu 25.10 brachte einige technische Neuerungen mit. Die genannte Version war die erste mit einer reinen Wayland-Umgebung auf dem Standard-Desktop. Diese ersetzte das klassische sudo durch das in Rust geschriebene sudo-rs und tauschte die GNU Core Utilities gegen Rust-Coreutils. Dazu kamen der Linux-Kernel 6.17 und die Desktop-Umgebung GNOME 49.

Ein Upgrade auf Ubuntu 26.04 LTS ist jederzeit möglich. Wer umsteigt, bekommt einen neueren Kernel, frischere Bibliotheken und wieder mehrere Jahre lang Updates.

Manche Nutzer setzen ältere Programme ein, die mit neueren Bibliotheken nicht laufen. Für diese bietet Canonical die kostenpflichtige Extended Security Maintenance über Ubuntu Pro an. Der sauberste Weg bleibt das Upgrade auf eine unterstützte Version, solange die Repositorys noch erreichbar sind.

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