Stripe und Tempo starten offenes Zahlungsprotokoll für KI-Agenten
KI-generiert mit Sora
Stripe und das Blockchain-Startup Tempo haben das Machine Payments Protocol (MPP) veröffentlicht. Der offene Standard ermöglicht es KI-Agenten, eigenständig für Dienste zu bezahlen. Unterstützt werden unter anderem Stablecoins, also Kryptowährungen mit stabilem Wechselkurs, meist an den US-Dollar gebunden. Visa macht bereits mit.
- Warum benötigen KI-Agenten ein eigenes Zahlungsprotokoll?
- Wie funktioniert MPP technisch?
- Wer nutzt MPP bereits?
- Was bedeutet das für die Welt der KI-Agenten?
- Häufige Fragen
- Was ist das Machine Payments Protocol (MPP)?
- Kann mein OpenClaw-Agent mit MPP bezahlen?
- Ist autonomes Bezahlen durch KI-Agenten sicher?
Warum benötigen KI-Agenten ein eigenes Zahlungsprotokoll?
KI-Agenten entwickeln sich von Chatbots zu autonomen Programmen, die Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Benötigt ein Agent einen externen Dienst, scheitert die Bezahlung bisher an menschlichen Hürden. Ob Rechenleistung, Datenzugriff oder API-Abfrage: Ohne Hilfe kommt der Agent nicht weiter. Er müsste ein Konto anlegen, eine Preisseite navigieren und Zahlungsdaten eingeben. Das erfordert fast immer menschliche Hilfe.
MPP löst dieses Problem auf Protokollebene. Wenn ein Agent eine kostenpflichtige Ressource anfragt, antwortet der Server mit einem HTTP-402-Statuscode und den Zahlungsdetails. Der Agent autorisiert die Zahlung, wiederholt die Anfrage und erhält Zugriff.
Wie funktioniert MPP technisch?
MPP verwendet den HTTP-Statuscode 402, der seit Jahrzehnten in der HTTP-Spezifikation reserviert ist, bisher aber kaum genutzt wurde. Er steht für „Payment Required“. Stripe-Nutzer können MPP-Zahlungen über die bestehende PaymentIntents-API mit wenigen Zeilen Code akzeptieren. Unterstützt werden Stablecoins, Kreditkarten und weitere Zahlungsmethoden.
Das Protokoll läuft aktuell auf Tempo, einer Blockchain, die Stripe und die Risikokapitalfirma Paradigm entwickelt haben. Tempo ging am selben Tag live wie MPP. Das Protokoll ist aber bewusst unabhängig von einer bestimmten Zahlungsinfrastruktur konzipiert worden. Visa hat bereits eine Erweiterung für Kartenzahlungen auf dem eigenen Netzwerk entwickelt. Lightspark hat MPP für Bitcoin-Zahlungen über das Lightning-Netzwerk ergänzt.
Ein Agent kann vorab ein Ausgabelimit für eine Sitzung autorisieren. Danach sendet er fortlaufend kleine Einzelzahlungen, ohne jedes Mal eine neue Freigabe zu benötigen.
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