Sam Altman wirft Anthropic bei Mythos gezielte Angstmacherei vor
KI-generiert mit ChatGPT
OpenAI-Chef Sam Altman hat die Vermarktung des Anthropic-Cybermodells Mythos im Podcast Core Memory als „fear-based marketing“ bezeichnet. Das Gespräch mit Tech-Journalist Ashlee Vance erschien am 21. April 2026. Greg Brockman, Präsident von OpenAI, war ebenfalls Gast.
Was hat Altman konkret gesagt?
Altman zielte auf das Narrativ rund um Mythos. Anthropic hatte das Modell Mitte April vorgestellt. Der Zugang ist auf das Glasswing-Programm beschränkt und steht nur einer kleinen Gruppe von Partnern offen. Anthropic behauptet, Mythos sei zu leistungsfähig für den großflächigen Einsatz.
Die Kritik gipfelte in einem drastischen Vergleich. Das Marketing von Anthropic sei laut Altman „incredible marketing„. Sam Altman zeichnet das Bild, Anthropic baue eine „Bombe“ und verkaufe anschließend den passenden „Bunker“ für 100 Millionen US-Dollar. Zugleich betonte der OpenAI CEO, dass es durchaus legitime Sicherheitsbedenken gebe. Auch in der Branche werde mit apokalyptischer Rhetorik gearbeitet. TechCrunch erinnerte daran, dass Altman selbst zu dieser Tonlage beigetragen hat.
Wie ordnet sich die Kritik in den Schlagabtausch ein?
Der Vorwurf trifft Anthropic an einem empfindlichen Punkt. OpenAI hatte mit GPT-5.4-Cyber bereits eine eigene Antwort auf Mythos vorgelegt. Der Defender-Zugang ist deutlich breiter. Altmans Aussage zementiert die Linie. OpenAI positioniert sich als pragmatisch, Anthropic als hermetisch.
Mythos selbst hat in den vergangenen Wochen Schlagzeilen geliefert. Mozilla nutzte das Modell und meldete 271 Schwachstellen in Firefox. Laut Bloomberg-Bericht hatte eine Discord-Gruppe seit Tag eins Mythos-Zugang. Anthropic untersucht den Vorgang. Das BSI warnt vor einem Paradigmenwechsel der Cyberbedrohungslage seit dem Release.
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