Oracle halbiert kostenlose Server: Das Ende von umsonst?
KI-generiert mit ChatGPT
Oracle hat die Ressourcen seiner kostenlosen Cloud-Server halbiert. Die Always-Free-Instanzen mit ARM-Prozessor schrumpfen von 4 auf 2 Recheneinheiten und von 24 auf 12 GB Arbeitsspeicher. Die Kürzung gilt seit dem 15. Juni 2026. Sie wirft eine größere Frage auf: Wird in der KI-Ära bald jeder Zugriff bepreist?
Konkret betrifft es die Ampere-A1-Instanzen in der Oracle Cloud Infrastructure. Laut der aktualisierten Oracle-Dokumentation stehen statt 4 nur noch 2 OCPUs und statt 24 nur noch 12 GB RAM bereit. OCPU ist die Bezeichnung von Oracle für eine Recheneinheit. Auch das monatliche Kontingent sinkt entsprechend, von 3.000 auf 1.500 OCPU-Stunden und von 18.000 auf 9.000 GB-Stunden. Wer seine Instanzen auf den alten Umfang ausgelegt hat, sollte die Konfiguration prüfen und anpassen.
Stille Kürzung ohne Ankündigung
Auffällig ist die Art der Umsetzung. Eine offizielle Ankündigung, eine E-Mail oder ein Blogeintrag fehlten zunächst. Oracle hat lediglich die Dokumentation aktualisiert. Das sorgt für Kritik, gerade bei Kunden mit hinterlegter Kreditkarte. Laut Berichten von Nutzern kann es bei Pay-as-you-go-Konten zu Gebühren kommen, wenn Instanzen weiter über dem neuen Limit laufen. Diese Bestätigung stammt allerdings aus berichteten Support-Gesprächen, nicht aus einer offiziellen Mitteilung. Wer nur ein reines Free-Tier-Konto führt, riskiert keine Rechnung, aber die Abschaltung der zu großen Instanzen.
Compute wird zur knappen Ware
Der eigentliche Punkt liegt jenseits von Oracle. In der KI-Ära ist Rechenleistung die knappe und monetarisierbare Ressource. Gratis-Kontingente aus der Vor-KI-Zeit geraten unter Druck, weil dieselbe Hardware jetzt teure KI-Workloads bedient. Oracle ist nur ein konkretes Symptom dieses Trends. Den gleichen Druck zeigt der Coding-Bereich, etwa als GitHub die Copilot-Anmeldungen stoppte und Limits kürzte. Auch die Abrechnung verschiebt sich, wie die Umstellung der GitHub-Copilot-Abrechnung auf ein token-basiertes Modell zeigt. Wie schnell die Kosten dabei explodieren, macht der Fall 500 Millionen US-Dollar im Monat für Claude deutlich. Gratis ist eben selten wirklich kostenlos.
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