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OpenClaw auf Firmengeräten: Meta verbietet den KI-Agenten am Arbeitsplatz

Stephan Skrobisch 26. März 2026 6 Min.

Meta hat Mitarbeitern die Nutzung von OpenClaw auf Firmengeräten untersagt. Wer den KI-Agenten trotzdem installiert, riskiert laut einem internen Bericht den eigenen Arbeitsplatz. Auch andere Unternehmen reagieren mit Verboten und Einschränkungen. Bemerkenswert daran: Meta-CEO Mark Zuckerberg hat OpenClaw selbst eine Woche lang getestet und versucht, Gründer Peter Steinberger für Meta zu gewinnen.

Meta zieht die Notbremse

Ein anonymer Meta-Manager hat sein Team laut einem Bericht von Wired unmissverständlich gewarnt: Wer OpenClaw auf regulären Firmen-Laptops installiert, riskiert eine Kündigung. Laut Wired hält der Manager die Software für unberechenbar und sieht die Datensicherheit unter anderem in geschützten Umgebungen gefährdet.

Meta ist nicht das einzige Unternehmen, das so reagiert. Jason Grad, CEO des Technologieunternehmens Massive, schickte seinen 20 Mitarbeitern bereits Ende Januar eine nächtliche Slack-Nachricht mit rotem Sirenen-Emoji. OpenClaw ist laut Grad für die Firmenumgebung nicht geprüft und zu riskant. Alle Firmengeräte und mit der Arbeit verknüpfte Accounts sind tabu.

Beim Softwareunternehmen Valere ging es noch schneller. Als ein Mitarbeiter am 29. Januar in einem internen Slack-Kanal auf OpenClaw aufmerksam machte, reagierte die Geschäftsführung sofort mit einem Verbot. Valere-CEO Guy Pistone warnte gegenüber Wired: Zugriff auf den Rechner eines Entwicklers öffnet den Weg zu Cloud-Diensten und sensiblen Kundendaten. Laut Pistone fallen darunter auch Kreditkarteninformationen und GitHub-Codebases. Der Agent bereinigt laut Pistone seine Aktionen teilweise selbst. Das macht die Aktionen schwer nachvollziehbar.

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Warum Unternehmen so scharf reagieren

Der vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger gestartete KI-Agent OpenClaw gibt dem Rechner vollen Zugriff. Er kann Dateien erstellen, Software installieren, den Browser steuern und eigenständig mit Internetdiensten kommunizieren. Für Sicherheitsteams in Unternehmen ist das ein Problem, weil sich das Verhalten eines autonomen Agenten nicht vollständig vorhersagen lässt.

Ein dokumentiertes Szenario aus dem Valere-Forschungsbericht: Wird OpenClaw mit dem E-Mail-Postfach verbunden, reicht eine manipulierte E-Mail mit versteckten Anweisungen. Der Agent verarbeitet die Nachricht, interpretiert die darin enthaltene Prompt Injection als Auftrag und gibt im schlimmsten Fall Dateien vom Rechner weiter. Prompt Injection bedeutet, dass ein Angreifer Befehle in Inhalte einschleust, die der Agent verarbeitet.

Auch Microsoft hat sich öffentlich positioniert. In einem offiziellen Blogpost schrieb das Unternehmen, OpenClaw gehöre nicht auf normale Arbeitsrechner. Der US-amerikanische Hard- und Softwarehersteller empfiehlt, OpenClaw ausschließlich in isolierten virtuellen Maschinen zu testen. Dabei sollte der Agent nur mit eingeschränkten Zugangsdaten und unter permanenter Überwachung eingesetzt werden. Laut einer Analyse von SecurityScorecard waren zum Zeitpunkt der Untersuchung über 40.000 OpenClaw-Instanzen öffentlich im Internet erreichbar.

Die Reaktionen folgen einem Muster, das Guy Pistone auf den Punkt brachte: erst absichern, dann untersuchen. Valere gab seinem Forschungsteam 60 Tage, um herauszufinden, ob sich OpenClaw sicher genug für den Unternehmenseinsatz machen lässt. Pistone sagte gegenüber Wired: „Wer es schafft, OpenClaw für Unternehmen abzusichern, hat einen echten Gewinner.

Zuckerberg testete OpenClaw selbst

Das Verbot bei Meta hat eine bemerkenswerte Vorgeschichte. Laut einem Bericht von Fortune hatte Mark Zuckerberg persönlich versucht, Peter Steinberger für Meta zu gewinnen. Steinberger bestätigte in einem Interview mit Lex Fridman: Zuckerberg hat OpenClaw eine Woche lang selbst getestet und ihm direktes Feedback per WhatsApp geschickt.

Steinberger entschied sich trotzdem für OpenAI, wo er seit dem 15. Februar 2026 arbeitet. Er begründete die Entscheidung damit, bei OpenAI Zugang zu den neuesten Forschungsergebnissen und mehr Rechenleistung zu bekommen. Laut Fortune zahlte Steinberger bis zu 10.000 US-Dollar im Monat für die Serverkosten von OpenClaw. Wir haben Steinbergers Wechsel zu OpenAI und die Hintergründe in einer eigenen Analyse beleuchtet.

Meta hatte kurz zuvor den KI-Agenten-Entwickler Manus für über 2 Milliarden US-Dollar übernommen. Manus ist ein direkter Konkurrent von OpenClaw im Markt für autonome KI-Agenten.

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