OpenClaw: Entwickler Peter Steinberger zahlte bis zu 20.000 US-Dollar im Monat
KI-generiert mit Sora
Der vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger gestartete KI-Agent OpenClaw ist für Nutzer kostenlos. Für seinen Schöpfer war er das nicht. Steinberger trug die laufenden Kosten des Projekts selbst und gab dafür nach eigenen Angaben zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar pro Monat aus. Besagte Zahlen nannte der Österreicher im Lex Fridman Podcast (Folge 491). Mehrere Medien, darunter Decrypt und Insight News, bestätigten die Angaben.
- Woher stammt die Zahl?
- Warum kostet ein kostenloses Projekt so viel?
- GitHub-Sterne sind kein Geschäftsmodell
- Steinberger ist die Ausnahme, nicht die Regel
- Was das für die Zukunft bedeutet
- Häufige Fragen
- Was kostet OpenClaw für Nutzer?
- Warum gibt Steinberger eigenes Geld für OpenClaw aus?
- Wird OpenClaw langfristig kostenlos bleiben?
Woher stammt die Zahl?
Steinberger sprach im Interview offen über die finanzielle Lage des Projekts. Sponsorengelder leitet Steinberger laut eigener Aussage an die Open-Source-Projekte weiter, auf denen OpenClaw technisch aufbaut. Das sind zum Beispiel Programmbibliotheken oder Werkzeuge anderer Entwickler. Er selbst behält davon nichts. Die laufenden Betriebskosten von OpenClaw wurden aus seinem Privatvermögen finanziert.
Warum kostet ein kostenloses Projekt so viel?
OpenClaw ist Open Source. Der Quellcode ist frei zugänglich und kann von jedem eingesehen oder weiterentwickelt werden. Das bedeutet nicht, dass der Betrieb keine Kosten verursacht. Sobald eine Software viral geht, entstehen laufende Infrastrukturkosten. Server verarbeiten Anfragen, verwalten Verbindungen zu externen Diensten und müssen stabil bleiben.
Ein weiterer Faktor ist Sicherheit. Eine Software, die eigenständig Aktionen auf einem Rechner ausführt, erfordert Monitoring und diverse Anpassungen. Dabei handelt es sich keinesfalls um einmalige Kosten. Bei OpenClaw kommen zentrale Komponenten zum Einsatz, die für alle aktiven Nutzer gleichzeitig stabil laufen müssen.
GitHub-Sterne sind kein Geschäftsmodell
OpenClaw hat inzwischen mehr GitHub-Sterne gesammelt als Facebooks React-Bibliothek. GitHub-Sterne sind eine Kennzahl für das Interesse der Entwickler-Community, vergleichbar mit Likes auf sozialen Netzwerken. Sie sind kein Umsatz.
Open-Source-Projekte werden in der Regel nicht über Lizenzen oder Abonnements finanziert. Einnahmen entstehen, wenn überhaupt, durch freiwillige Unterstützung oder Sponsoring. Solange kein solcher Mechanismus greift, trägt der Entwickler die Kosten selbst.
10.000 bis 20.000 US-Dollar pro Monat bedeuten bis zu 240.000 US-Dollar im Jahr. Zum Vergleich: Das entspricht dem Jahresgehalt eines Senior-Entwicklers in der Technologiebranche. Steinberger, der nach dem Verkauf seiner Anteile an PSPDFKit über ein Vermögen von mehr als 100 Millionen Euro verfügt, kann sich das leisten. Für die meisten Entwickler wäre es unmöglich.
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