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OpenClaw-Maintainer sperren zahlreiche Nutzer wegen KI-generierter Pull Requests

Stephan Skrobisch 17. März 2026 3 Min.

OpenClaw-Maintainer Shadow (@4shadowed) hat nach eigenen Angaben zahlreiche Nutzer aus dem GitHub-Repository des Projekts gesperrt. Viele hatten massenhaft Pull Requests eingereicht, die fehlerhaft waren oder von anderen Nutzern kopiert wurden. Shadow teilte die Aktion auf X mit: „Banned a lot of people on the @openclaw repo today for slopping PRs that are either wrong, or for copying other people’s PRs.“ In einem Folge-Tweet konkretisierte er die Dimension. Ein einzelner Nutzer hatte 560 Pull Requests offen, davon 23 Seiten mit Duplikaten.

Was steckt hinter den Spam-PR?

Pull Requests sind Änderungsvorschläge, die Entwickler einreichen. Ein Maintainer prüft den Vorschlag und entscheidet, ob er in den Code aufgenommen wird. Bei erfolgreicher Aufnahme erscheint der Name des Entwicklers in der Contributor-Liste des Projekts.

Genau diese öffentliche Sichtbarkeit zieht Spam an. Seit KI-Agenten wie OpenClaw selbst Code schreiben und Pull Requests einreichen können, hat sich das Problem massiv verschärft. Nutzer lassen ihre Agenten automatisiert Änderungen an populären Projekten vorschlagen, oft ohne die Qualität zu prüfen. Die Prüfarbeit bleibt an den Maintainern hängen. Jeder eingereichte Pull Request muss gesichtet sowie bewertet werden, auch wenn er offensichtlich Müll ist.

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Warum leidet die gesamte Open-Source-Welt unter Spam-PR?

OpenClaw ist nicht das einzige Projekt, das unter KI-generiertem Spam leidet. GitHub diskutiert seit Februar 2026 über einen sogenannten Pull-Request-Kill-Switch, der Maintainern erlauben soll, Einreichungen für ihre Repositories komplett zu deaktivieren oder auf vertrauenswürdige Nutzer einzuschränken. Xavier Portilla Edo vom Genkit-Kernteam schätzt laut The Register, dass nur einer von zehn KI-generierten Pull Requests die nötigen Qualitätsstandards erfüllt.

Daniel Stenberg, Gründer und Hauptentwickler des Projekts curl, hat kürzlich das Bug-Bounty-Programm seines Projekts eingestellt. Zu viele minderwertige, KI-generierte Fehlermeldungen hatten mehr Arbeit verursacht, als sie lösten.

Warum OpenClaw besonders betroffen ist

Das OpenClaw-Repository gehört mit über 250.000 Sternen auf GitHub zu den populärsten Open-Source-Projekten weltweit. Diese Sichtbarkeit macht es zu einem attraktiven Ziel für Spam-PR, weil ein akzeptierter Beitrag den eigenen GitHub-Lebenslauf aufwertet. Gleichzeitig ist OpenClaw selbst das Werkzeug, mit dem viele dieser automatisierten Pull Requests erstellt werden. Die Ironie, dass ein KI-Agent sein eigenes Repository mit KI-generiertem Müll überschwemmt, fasst das Problem der Branche in einem Satz zusammen.

Wir haben die Sicherheitsrisiken von OpenClaw bereits ausführlich beleuchtet.

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