OpenClaw Foundation wird 501(c)(3): Team, Unterstützer und Partner stehen
KI-generiert mit ChatGPT
Die OpenClaw Foundation hat sich als gemeinnützige US-Organisation nach Paragraf 501(c)(3) eingetragen. In einem Blogbeitrag vom 8. Juli 2026 benennt die Foundation das Vollzeit-Team, die Unterstützer sowie mehr als 30 Partner. Damit beantwortet die Stiftung viele Fragen, die bei ihrem Start noch offen waren.
Beim Launch der Website openclaw.org fehlten im Mai 2026 fast alle harten Fakten. Es gab keine Rechtsform, keinen Vorstand und keine Spenderliste. Wir haben diese offenen Punkte bei der Gründung dokumentiert. Der neue Beitrag liefert nun die konkreten Angaben nach.
Die Rechtsform steht damit fest. Eine 501(c)(3)-Organisation ist im US-Recht eine steuerbefreite gemeinnützige Körperschaft, vergleichbar mit einem eingetragenen Verein in Deutschland. Als Vorbilder nennt die Stiftung Linux, Apache und Mozilla. Genau diese Parallele zu den großen Stiftungen im Open-Source-Bereich haben wir in unserer Analyse zum Linux-Vergleich ausgeleuchtet.
Wer zum Team und den Spendern gehört
Zum ersten Vollzeit-Team zählen laut Beitrag Vincent Koc als Chefarchitekt sowie fünf weitere Entwickler. Im operativen Bereich arbeiten Jen Vescio für Partnerschaften und Matt Jasie im Bereich Finanzen. Hannes Rudolph betreut die Community, Kelly Pike ist für das Personal zuständig. Die Stiftung baut das Team nach eigenen Angaben weiter aus und beabsichtigt acht offene Stellen zu besetzen.
Auch die Geldgeber sind jetzt benannt. Größter Spender ist die University of Michigan, die zugleich ein Institute for Agentic Computing gegründet hat. Als weitere bedeutende Spender führt die Stiftung Offline Holdings, die Lobster Computer Company und OpenAI auf. GitHub war bereits zuvor als offizieller Sponsor bestätigt.
Was die großen Partner beitragen
Die Foundation nennt mehr als 30 Partnerorganisationen. NVIDIA brachte auf der Hausmesse GTC das Paket NemoClaw heraus. Dieses bündelt OpenClaw mit offenen Nemotron-Modellen und der abgesicherten Laufzeitumgebung OpenShell. Nach Angaben der Foundation lässt sich damit ein privater, dauerhaft laufender Agent auf eigener Hardware betreiben. Mehr Informationen zu lokalen Agenten auf NVIDIA-Hardware bietet unser Bericht zum Betrieb auf dem RTX Spark.
Microsoft stellte auf seiner Build-Konferenz den Dienst Microsoft Scout vor. Konzernchef Satya Nadella bezeichnete ihn als ersten unternehmenstauglichen Agenten auf Basis von OpenClaw. Zugleich steuert Microsoft Sicherheitsverbesserungen für den Unternehmenseinsatz zum OpenClaw-Projekt bei. OpenAI stellt Rechenleistung für die Inferenz bereit und betreibt mit Claw Labs ein Team unter der Leitung von Peter Steinberger, das gemeinsam mit OpenClaw an Produktverbesserungen arbeitet.
Eine Frage bleibt trotz der neuen Offenheit bestehen. Die Stiftung formuliert als Ambition, „Switzerland of AI” zu werden, also neutraler Boden für jedes Modell und jedes Labor. Gründer Peter Steinberger arbeitet inzwischen für OpenAI, während das Unternehmen zu den bedeutenden Geldgebern des Projekts zählt. Wie diese enge Verbindung mit dem Anspruch auf Neutralität vereinbar ist, bleibt in dem Beitrag unbeantwortet. Belegt ist lediglich, dass OpenAI zugesagt hat, die unabhängige Verwaltung zu unterstützen.
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