OpenClaw 2026.7.1: 532 Entwickler und Claude Code darf wieder ran
KI-generiert mit ChatGPT
OpenClaw hat am 13. Juli den Release 2026.7.1 veröffentlicht. In der Version stecken 3.063 Beiträge von 532 Entwicklern, was besagtes Update zum größten Release seit Monaten macht. Der auffälligste Punkt ist der neue Befehl openclaw attach. Damit erhält der Agent seine Anbindung an Claude Code zurück, drei Monate nachdem diese entfernt worden war.
- Was hinter dem Befehl openclaw attach steckt
- Die Control UI wird zur Arbeitsoberfläche
- Claude Mythos 5 und GPT-5.6 im Katalog
- Wenn das Gateway in der Endlosschleife hängt
- Der stille Release davor
- Was Entwickler jetzt wissen müssen
- Fazit
- Häufige Fragen
- Wie lange gilt ein Attach-Grant?
- Was ist ein Grant im Sicherheitsmodell von OpenClaw?
- Wofür ist ClawRouter gedacht?
OpenClaw 2026.7.1 baut die Control UI zu einem Arbeitsbereich mit mehreren Sitzungen um. Der neue Befehl `openclaw attach` gibt Claude Code befristeten Zugriff auf eine Sitzung. Claude Mythos 5 und GPT-5.6 sind im Modellkatalog angekommen.
Was hinter dem Befehl openclaw attach steckt
Im April 2026 warf der Agent die Anbindung an das Kommandozeilenwerkzeug von Anthropic aus dem eigenen Code. Wir haben damals über den ersten Release ohne Anthropic berichtet. Mit der Aktualisierung auf die 2026.7.1 kehrt Claude Code zurück, allerdings unter völlig anderen Bedingungen.
Der Befehl openclaw attach startet Claude Code gegen eine laufende Gateway-Sitzung. Das Gateway ist die zentrale Steuerinstanz von OpenClaw, über die alle Kanäle, Modelle und Werkzeuge laufen. Laut Pull Request #96454 erhält das externe Werkzeug dabei nur befristete Rechte, die an genau diese Sitzung gebunden sind. Beim regulären Start bezieht das Programm die Zugangsdaten aus den Umgebungsvariablen. Laut dem genannten Pull Request landen diese weder in den Kommandozeilenargumenten noch in einer dauerhaft gespeicherten Datei.
Die Lebensdauer des Zugangs ist begrenzt. Pull Request #96351 nennt eine Standardzeit von einer Stunde sowie zwölf Stunden als Obergrenze. Beendet der Nutzer die Sitzung regulär, entzieht der Befehl den Zugriff sofort wieder.
Beim Modus --print-config sieht es anders aus. Dort wird der Zugriff nicht aktiv entzogen, sondern endet erst mit Ablauf der Frist. Dazu kommt ein dokumentiertes Problem. Laut der offenen Issue #104517 gibt der Modus den gültigen Zugangsschlüssel als Klartext aus, ohne ihn als vertraulich zu kennzeichnen. Wer diese Ausgabe in Protokolle, Fehlerberichte oder einen geteilten Bildschirm kopiert, gibt damit einen funktionierenden Zugang weiter. Ein Pull Request, der zumindest eine Warnung ergänzt, lag zum Redaktionsschluss noch nicht im Hauptzweig.
Darunter liegt ein eigenes Berechtigungsmodell, das Pull Request #96351 als Gateway-Grundlage einführt. Externe Werkzeuge bekommen einen Zugang, der serverseitig an eine einzelne Sitzung gebunden wird. Ein prozessweiter Zugriff auf das gesamte Gateway ist damit nicht mehr nötig. Das Werkzeug ist zudem nicht in der Lage, eine andere Sitzung vorzutäuschen, weil das Gateway sämtliche mitgesendeten Kontextangaben des Aufrufers verwirft.
Die Entfernung der Antrophic-Modelle im April 2026 war eine Folge der Sperrung von Claude-Abonnements für Drittanbieter-Werkzeuge, über die wir ausführlich berichtet haben. Ende Mai 2026 kündigte Anthropic eine Teilrücknahme an. Seit dem 15. Juni 2026 bekommen zahlende Abonnenten ein gedeckeltes Monatsguthaben für die Agenten-Nutzung, abgerechnet über Agent-SDK-Credits. Die regulären Abo-Limits bleiben der interaktiven Nutzung vorbehalten.
Die Control UI wird zur Arbeitsoberfläche
Den größten inhaltlichen Block im Release bildet die Control UI, also die Weboberfläche des Agenten. Auf diese entfallen 327 der insgesamt 2.018 aufgelisteten Pull Requests. Mehr Einträge hat nur die allgemeine Wartung mit 463. Die Oberfläche verhält sich jetzt weniger wie ein einzelnes Chatfenster sondern wie eine Arbeitsoberfläche.
Mehrere Sitzungen lassen sich nebeneinander oder gestapelt in verstellbaren Bereichen anordnen. Die Aufteilung überlebt ein Neuladen der Seite. Per Drag and Drop wandert eine Sitzung in den aktuellen Bereich oder an eine beliebige Seite. Eine Vorschau zeigt im Vorfeld an, wo besagte Sitzung landet. Die neue Tasks-Seite listet laufende und kürzlich beendete Hintergrundarbeiten auf, die dort auch abgebrochen werden können.
Deutlich ausgebaut wurde die Kostenansicht. Die Usage-Seite vergleicht geschätzte Ausgaben und Tageswerte, ohne dass Nutzer die Seite neu laden müssen. Die Seite zeigt den Anteil jedes Anbieters, Modells, Agenten und Kanals. Bei hinterlegten Administratorzugängen lassen sich zusätzlich die Tagesausgaben, Token, Anfragen sowie Abrechnungskategorien von Anthropic und OpenAI einblenden.
Für Nutzer mit großem Modellkatalog ist das eine sinnvolle Ergänzung. Welches Modell sich bei welchem Einsatz überhaupt rechnet, haben wir uns in unserer Übersicht zu über 500 KI-Modellen angeschaut.
Die Diagramme für sieben, 30 und 90 Tage zeigen jetzt auch Zeiträume ohne Aktivität. Zudem können Dateipfade im Chat jetzt angeklickt werden und öffnen eine durchsuchbare Vorschau mit Syntaxhervorhebung an der zitierten Zeile. Wird der Mauszeiger über eine öffentliche GitHub-Fehlermeldung oder einen Pull Request bewegt, blendet die Control UI Status, Titel, Autor und Umfang der Änderungen ein.
Server, KI-Modelle und Recherche kosten Geld. ClawNews ist unabhängig — hilf mit, dass das so bleibt.




