OpenClaw 2026.4.9: REM-Backfill für Dreaming und harte SSRF-Bremse
KI-generiert mit Sora
Bei der OpenClaw-Version 2026.4.9 handelt es sich um ein neues Sicherheits- und Memory-Update für Peter Steinbergers quelloffenen KI-Agenten. Der Release erweitert das Dreaming-System um REM-Backfill und eine durchsuchbare Diary-Timeline. Zugleich schließt das Update eine Lücke, über die es möglich war, die SSRF-Sperrliste auszuhebeln. Peter Steinberger veröffentlichte den Release am 9. April 2026, gut eine Woche nach den Doppel-Releases 2026.3.31 und 2026.4.1.
- Was ist Dreaming bei OpenClaw und warum REM-Backfill?
- Die neue Diary-Timeline im Control UI
- Wie schließt OpenClaw die SSRF-Bremse nach Browser-Klicks?
- Welche weiteren Sicherheitsaktualisierungen bringt 2026.4.9?
- Welche Bibliothek-Updates enthält der Release?
- Was ändert sich für Android-, Slack- und Matrix-Nutzer?
- Einordnung: Ein klassischer Hardening-Release
- Häufige Fragen
- Was ist neu in OpenClaw 2026.4.9?
- Was bedeutet REM-Backfill bei OpenClaw?
- Welche Sicherheitslücke schließt 2026.4.9 im Browser?
Der Release ist als reines Sicherheits- und Memory-Update positioniert. Neue Provider, neue Modelle oder neue Channel-Integrationen fehlen. Stattdessen setzt das Team an Stellen an, bei denen frühere Versionen Lücken aufwiesen. Betroffen sind die langfristige Erinnerung des Agenten, die Browser-Sandbox und die Verarbeitung von Befehlsausgaben durch entfernte Knoten.
Was ist Dreaming bei OpenClaw und warum REM-Backfill?
Dreaming ist die Hintergrundroutine, mit der OpenClaw Tagesnotizen zu langlebigen Erinnerungen wandelt. Der Agent verarbeitet alte Sitzungen offline, extrahiert wiederkehrende Fakten und überträgt sie in eine dauerhafte Gedächtnisstruktur. Das Konzept ist an menschliche Schlafphasen angelehnt, in denen das Gehirn Erlebnisse sortiert.
Die neue REM-Backfill-Spur erlaubt es, alte Tagesnotizen nachträglich durch das Dreaming laufen zu lassen. Dafür kommt der Befehl rem-harness --path ins Spiel, der historische Pfade in die Wiedergabe einspeist. Der Release ergänzt dazu Commit- und Reset-Flows für das Diary. Hinzu kommt eine sauberere Erfassung dauerhafter Fakten sowie eine direkte Anbindung an die Promotion-Logik des Kurzzeitgedächtnisses.
Wer OpenClaw seit Monaten betreibt, kann damit vergangene Tage rückwirkend in den Traumzyklus einspeisen. Ein zweiter Memory-Stack ist dafür nicht nötig. Das Feature stammt vom Contributor mbelinky, der laut Changelog auch große Teile der Diary-Logik überarbeitet hat.
Die neue Diary-Timeline im Control UI
Das Control UI bekommt eine strukturierte Diary-Ansicht mit Timeline-Navigation, Backfill- und Reset-Steuerung sowie nachvollziehbaren Dreaming-Zusammenfassungen. Hinzu kommt eine quellenverankerte Scene-Spur mit Promotion-Hinweisen. Zusätzlich gibt es eine abgesicherte Funktion, um markierte Signale zu leeren.
Damit bekommt das Memory-System des Agenten zum ersten Mal eine eigene Oberfläche. Bisher war Dreaming weitgehend eine Blackbox. Der Agent arbeitet im Hintergrund und der Nutzer sieht nur das Ergebnis. Die Timeline zeigt jetzt, welche Tage verarbeitet wurden, welche Fakten daraus entstanden sind und die Quellen, die dafür verantwortlich sind.
Der Pull Request #63395 dokumentiert die Änderung im Detail. Die Funktion richtet sich an Power-User, die ihre OpenClaw-Instanz langfristig betreiben und die Inhalte des Langzeitgedächtnisses prüfen möchten.
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