OpenClaw 2026.4.5: Der erste Release ohne Anthropic
KI-generiert mit Sora
OpenClaw 2026.4.5 ist der erste große Release nach dem Bruch mit Anthropic. Das Update entfernt das eingebaute Claude-CLI-Backend aus dem Onboarding. Mit Video- und Musikgenerierung stehen zwei neue Werkzeuge zur Verfügung. Außerdem reift das experimentelle Dreaming-Modul weiter und wird in drei kooperative Phasen umstrukturiert. 103 Entwickler haben am Release mitgewirkt.
- Warum fliegt das Claude-CLI-Backend aus dem Onboarding?
- Was bedeutet der Schritt für das Verhältnis zu Anthropic?
- Was ist neu bei der Medienerzeugung?
- Was steckt hinter dem Dreaming-Modus?
- Was bringt die bessere Cache-Nutzung?
- Was ist sonst noch wichtig?
- Häufige Fragen
- Wann erschien OpenClaw 2026.4.5 und wo finde ich die offiziellen Notes?
- Welche Wege bleiben Anwendern, die weiter Claude nutzen wollen?
- Wofür ist der Träumen-Modus in der Praxis nützlich?
Der von Peter Steinberger gestartete KI-Agent OpenClaw läuft lokal auf dem eigenen Rechner. Der quelloffene Agent steht unter der MIT-Lizenz. Seit dem Start im November 2025 hat er sich zu einem der bekanntesten Open-Source-Projekte im KI-Umfeld entwickelt. Die Version 2026.4.5 ist mehr als ein normales Update. Sie markiert einen strategischen Schnitt im Verhältnis zu einem der wichtigsten KI-Labs.
Warum fliegt das Claude-CLI-Backend aus dem Onboarding?
OpenClaw entfernt das eingebaute Claude-CLI-Backend und der zugehörige Setup-Token aus dem Onboarding-Prozess. Bestehende Profile bleiben weiter lauffähig, der Befehl openclaw doctor reinigt veraltete Einstellungen während der Migration. Im offiziellen Tweet zur Veröffentlichung schreibt das OpenClaw-Team dazu: „Anthropic cut us off. GPT-5.4 got better. We moved on.“
Der Hintergrund liegt wenige Tage zurück. Anthropic hatte angekündigt, dass Claude-Abonnenten seit dem 4. April 2026 keine Drittanbieter-Tools wie OpenClaw mehr im Rahmen ihres regulären Abos nutzen können. Wer weiter auf Claude-Modelle setzen will, muss die separat abgerechnete Pay-as-you-go-Option Extra Usage buchen.
Boris Cherny, Head of Claude Code bei Anthropic, begründete den Schritt mit der Nutzungsstruktur. Die Abonnements sind nach Anthropic-Angaben nicht auf Drittanbieter-Tools ausgelegt.
Was bedeutet der Schritt für das Verhältnis zu Anthropic?
Steinbergers Wechsel zu OpenAI im Februar 2026 war das erste Signal. Der nun erfolgte Schritt von Anthropic markiert eine neue Phase im Verhältnis zwischen kommerziellen KI-Labs und Open-Source-Werkzeugen. Steinberger warf Anthropic vor, beliebte Funktionen in das eigene Claude-Code-System zu übernehmen und gleichzeitig Open-Source-Alternativen auszusperren.
Die Entfernung des Claude-CLI-Backends ist die technische Antwort darauf. OpenClaw setzt damit ein klares Signal. Wer Claude-Modelle weiter nutzen möchte, kann das über bestehende Profile oder über Anthropic API-Keys tun. Der bequeme Weg über die Claude CLI ist jetzt jedoch vorbei. Das OpenClaw-Team verweist im offiziellen Tweet auf die deutlich verbesserten Fähigkeiten von GPT-5.4 als Alternative.
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