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OpenClaw 2026.3.8: Neues Backup-System und weitere Sicherheitsmaßnahmen

Stephan Skrobisch 18. März 2026 3 Min.

Der vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger gestartete KI-Agent OpenClaw ist am 9. März 2026 in der Version 2026.3.8 erschienen. Besagter Release bringt ein neues Backup-System für die Kommandozeile, eine Herkunftsprüfung für die Agenten-Kommunikation und vier Sicherheitsanpassungen mit. 43 Entwickler haben zum offiziellen Release auf GitHub beigetragen.

Was bringt das neue Backup-System?

Die wichtigste Neuerung betrifft alle Nutzer, die OpenClaw produktiv einsetzen. Mit openclaw backup create und openclaw backup verify lassen sich lokale Sicherungen erstellen und prüfen. Das funktioniert ähnlich wie ein Backup auf dem Smartphone. Der aktuelle Zustand des Agenten wird in ein Archiv gepackt und lässt sich bei Bedarf wiederherstellen. Wer nur die Konfiguration sichern will, nutzt den Parameter --only-config. Bisher mussten Nutzer ihre Konfigurationsdateien manuell kopieren. Das neue System bietet eine standardisierte Lösung mit Validierung.

OpenClaw hat sich vom Hobbyprojekt zum meistgesternten Agenten auf GitHub entwickelt. Mit dem Backupsystem bekommen produktive Nutzer erstmals ein offizielles Werkzeug für regelmäßige Datensicherungen.

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Herkunftsprüfung für Agenten-Kommunikation

Neu ist auch ACP Provenance. ACP steht für Agent Communication Protocol und regelt, wie OpenClaw-Agenten untereinander kommunizieren. Mit der neuen Herkunftsprüfung kann ein Agent nachvollziehen, wer eine Anfrage geschickt hat. Die Funktion lässt sich über openclaw acp --provenance in drei Stufen konfigurieren: Komplett deaktiviert, nur Metadaten oder Metadaten mit sichtbarer Quittung.

Welche Sicherheitslücken wurden geschlossen?

Der Release enthält vier sicherheitsrelevante Änderungen. Der Browser blockiert jetzt Weiterleitungen in private Netzwerke bei strikten Navigationsabläufen. Damit wird ein sogenannter SSRF-Angriff erschwert. Bei einem SSRF-Angriff (Server-Side Request Forgery) bringt ein Angreifer den Agenten dazu, Anfragen an interne Systeme zu schicken. Der Angreifer selbst hat auf diese Systeme keinen Zugriff.

Genehmigte Skripte werden vor der Ausführung an eine Momentaufnahme der Datei gebunden. Ändert jemand das Skript nach der Genehmigung, lehnt der Agent die Ausführung ab. Heruntergeladene Skills können ihren Installationspfad nicht mehr umleiten. Zusätzlich wurde ein Fehler in der Zugangskontrolle von Microsoft Teams behoben.

Keine dieser Maßnahmen hat eine eigene CVE-Nummer erhalten. Die Änderungen adressieren potenzielle Angriffsvektoren, für die bisher keine öffentlichen Exploits bekannt sind. Wir haben die Sicherheitsrisiken von OpenClaw bereits beleuchtet.

Was ändert sich für Server-Betreiber?

Neben den Sicherheitsfixes bringt Version 2026.3.8 drei Verbesserungen für den Gateway-Neustart. Fehlgeschlagene Neustarts werden jetzt korrekt an Prozessmanager wie systemd unter Linux oder launchd unter macOS gemeldet. Ungültige Konfigurationen lösen keine wiederholten Neustarts mehr aus. Unter macOS erkennt der Agent, wenn er unter launchd läuft und beendet sich sauber.

Für Telegram wurde ein Duplikaten-Bug bei Direktnachrichten behoben. Die Android-App hat unnötige Berechtigungen wie Selbstaktualisierung und Bildschirmaufnahme entfernt. Insgesamt listet das Changelog 46 Fixes. Das Update lässt sich mit npm install -g openclaw@latest installieren.

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