OpenClaw 2026.3.7: GPT-5.4, austauschbare Context Engines und 196 Contributors
KI-generiert mit Sora
Der vom österreichischen Entwickler Peter Steinberger gestartete KI-Agent OpenClaw unterstützt in seiner aktuellsten Version das neue Sprachmodell GPT-5.4 von OpenAI sowie Googles Gemini 3.1 Flash-Lite. Gleichzeitig führt das Release eine neue Plugin-Schnittstelle für Context Engines ein. Mit besagter Engine sind Entwickler in der Lage, die Art und Weise, wie der Agent seinen Kontext verwaltet, anzupassen. An dem Release haben insgesamt 196 Supporter mitgearbeitet.
Das OpenClaw-Team kündigte das Update am 8. März auf X an und kommentierte knapp: „We don’t do small releases.„
GPT-5.4 und Gemini 3.1 Flash-Lite ab sofort nutzbar
OpenAI hatte GPT-5.4 am 5. März veröffentlicht. Das Modell kombiniert Coding, Reasoning und Computersteuerung. Außerdem lassen sich bis zu einer Million Token verarbeiten. OpenClaw integrierte das neue Modell bereits am 6. März per Pull Request auf GitHub. Nach der Installation des neuen Updates kann GPT-5.4 sofort als Standard-Modell ausgewählt werden.
Parallel dazu aktualisiert das Release die Standard-Aliase für Googles Gemini-Modelle auf die 3.1-Vorschauversionen. Die Geschwindigkeit der Integration ist kein Zufall. OpenClaw hat in der Vergangenheit regelmäßig innerhalb weniger Tage nach einem Modell-Launch den Support nachgezogen. Das Projekt unterstützt mittlerweile zahlreiche Anbieter. Von Anthropic über Google bis hin zu kleineren Anbietern wie Cerebras oder Volcano Engine.
Pluggable Context Engines: Wie der Agent denkt, wird austauschbar
Die wichtigste technische Neuheit verbirgt sich hinter dem Begriff „Pluggable Context Engines“. Bisher bestimmte OpenClaw selbst, wie der Kontext eines Gesprächs zusammengestellt, komprimiert und an das Sprachmodell übergeben wird. Dieses Kontextfenster ist der Arbeitsspeicher des Agenten. Es bestimmt, welche Informationen der Agent bei jeder Antwort „im Kopf“ hat.
Mit der neuen Plugin-Schnittstelle können Entwickler diese Logik vollständig ersetzen. Das Plugin-System bietet Lifecycle-Hooks für jeden Schritt des Prozesses. Vom Laden neuer Nachrichten über das Zusammenbauen des Kontexts bis zur Komprimierung älterer Gesprächsteile. Wer bisher am Standard-Kontextsystem an Limits gestoßen ist, kann jetzt eigene Strategien implementieren, ohne den Kern von OpenClaw zu verändern.
Ein erstes Plugin namens „lossless-claw“ zeigt, wohin die Reise gehen kann. Es verspricht eine alternative Kontextverwaltung, die weniger Informationen beim Komprimieren verliert. Das Standard-Verhalten bleibt unverändert, solange kein Plugin konfiguriert ist.
Was ändert sich noch in Version 2026.3.7?
Neben den Modell-Updates und den Context Engines bringt das Release auf GitHub eine Reihe weiterer Verbesserungen. ACP-Bindings – mit denen OpenClaw Chat-Kanäle an bestimmte Agenten bindet – überleben jetzt jeden Reboot. Bislang gingen diese Zuordnungen jedes Mal verloren, wenn der Agent neugestartet wurde.
Docker-Nutzer profitieren von schlankeren Multi-Stage-Builds, die das Container-Image verkleinern. SecretRef für Gateway-Authentifizierung erweitert das Secrets-Management. Außerdem unterstützt OpenClaw jetzt das Bildformat HEIF, das vor allem auf Apple-Geräten verbreitet ist, und behebt Probleme mit dem Messaging-Dienst Zalo.
196 Contributors: Die Community wächst weiter
Das Open-Source-Projekt auf GitHub verzeichnet inzwischen über 277.000 Sterne und hat damit React als meistgesterntes Software-Projekt überholt. Dass an einem einzelnen Release 196 Menschen mitgearbeitet haben, unterstreicht die Breite der Community.
OpenClaw wurde ursprünglich als Hobbyprojekt von Steinberger gestartet und wuchs seit der Veröffentlichung im November 2025 rasant. Steinberger arbeitet mittlerweile zwar bei OpenAI, hat aber öffentlich bestätigt, dass OpenClaw Open Source bleibt.
Nutzer können auf Version 2026.3.7 aktualisieren, indem sie den Befehl npm install -g openclaw@latest ausführen.
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