OpenClaw 2026.3.28: Plugin Approval Hooks und xAI-Suche
KI-generiert mit Sora
OpenClaw veröffentlicht mit der Version 2026.3.28 ein neues Genehmigungssystem für Plugin-Werkzeugaufrufe. Zusätzlich sorgt die Aktualisierung für eine vollständige xAI-Integration inklusive Websuche. Außerdem kommen ACP-Bindings für Discord und iMessage hinzu. Parallel erscheint MCPorter 0.8.0 mit grundlegend überarbeitetem OAuth-Handling.
Der quelloffene KI-Agent OpenClaw veröffentlicht den Release als „pre-ClawCon drop“ aus Tokyo. Dort findet in Kürze die erste ClawCon statt. Laut Release Notes sind 71 Entwickler für das Update verantwortlich.
Was sind Plugin Approval Hooks?
Plugins können ab sofort die Ausführung einzelner Werkzeuge pausieren und eine Bestätigung vom Nutzer einholen. Die neue Funktion requireApproval im before_tool_call-Hook stoppt einen Arbeitsschritt und zeigt eine Genehmigungsanfrage. Diese erscheint je nach Plattform als Overlay, als Telegram-Button, als Discord-Interaktion oder als /approve-Befehl in jedem beliebigen Kanal.
Bisher konnte OpenClaw Werkzeugaufrufe nur pauschal erlauben oder blockieren. Mit den Approval Hooks entscheiden Nutzer gezielt bei jedem einzelnen Aufruf. Das ist besonders relevant für Plugins, die auf externe Dienste zugreifen oder Änderungen an Dateien vornehmen. Die Sicherheitsarchitektur von OpenClaw erhält damit eine weitere Schutzschicht.
Wie funktioniert die neue xAI-Integration?
OpenClaw unterstützt jetzt die Responses API von xAI und bietet eine eigene x_search-Funktion. Damit durchsucht der Agent das Web über die Infrastruktur von Grok. Die Einrichtung erfolgt direkt im Onboarding-Prozess über openclaw onboard oder openclaw configure --section web. Nutzer wählen dort ein Suchmodell aus und verwenden den bestehenden xAI-Schlüssel.
Das xAI-Plugin aktiviert sich automatisch, sobald der Schlüssel in der Konfiguration hinterlegt ist. Ein manuelles Aktivieren über die Plugin-Verwaltung ist nicht notwendig.
Was bringen die ACP-Bindings für Discord und iMessage?
ACP steht für Agent Communication Protocol. Es handelt sich dabei um das Protokoll, über das OpenClaw mit externen KI-Werkzeugen wie Codex kommuniziert. Mit dem neuen Release können Nutzer einen laufenden Discord-Chat oder eine iMessage-Konversation direkt in einen Codex-Arbeitsbereich verwandeln. Der Befehl /acp spawn codex --bind here bindet die aktuelle Unterhaltung, ohne einen separaten Thread zu erstellen. BlueBubbles wird ebenfalls unterstützt.
Welche weiteren Änderungen enthält der Release?
Der Release bringt über 70 Bugfixes und zahlreiche Verbesserungen mit.
OpenClaw aktiviert apply_patch jetzt standardmäßig für OpenAI- und Codex-Modelle. Zudem lädt das Framework nun gebündelte Backend-Plugins für Gemini CLI, Codex CLI sowie Claude CLI automatisch.
Podman-Nutzer profitieren von einem vereinfachten Container-Setup. Slack bekommt eine explizite Datei-Upload-Aktion. MiniMax unterstützt mit dem Modell image-01 nun Bildgenerierung.
Bei den Fehlerbehebungen sticht der WhatsApp-Echo-Loop-Fix hervor. Im Self-Chat-Modus verarbeitete der Agent seine eigenen Antworten als neue Nachrichten und erzeugte eine Endlosschleife. Telegram-Nachrichten werden jetzt an Wortgrenzen statt mitten im Wort getrennt. Discord-Reconnects laufen stabiler, weil veraltete Gateway-Sockets korrekt aufgeräumt werden.
Zwei Breaking Changes erfordern Aufmerksamkeit. Die veraltete Qwen-Portal-Authentifizierung über portal.qwen.ai entfällt. Nutzer migrieren mit dem Befehl openclaw onboard --auth-choice modelstudio-api-key zum Model Studio. Außerdem entfernt openclaw doctor automatische Konfigurationsmigrationen, die älter als zwei Monate sind.
Was ist MCPorter und was bringt Version 0.8.0?
MCPorter ist ein Werkzeug von Peter Steinberger, das MCP-Server in klassische Kommandozeilen-Programme umwandelt. MCP steht für Model Context Protocol, ein offener Standard für die Kommunikation zwischen KI-Modellen und externen Werkzeugen. Mit MCPorter lassen sich MCP-Server direkt über die Kommandozeile aufrufen, ohne eigenen Code schreiben zu müssen.
Version 0.8.0 überarbeitet das OAuth-Handling grundlegend. Das Werkzeug unterscheidet jetzt sauber zwischen OAuth-Fehlern und Transport-Problemen. Statische Autorisierungsheader aus importierten Editor-Konfigurationen werden ignoriert, sobald ein OAuth-Flow aktiv ist. Das verhindert, dass alte Tokens frische Anmeldedaten überschreiben.
Generierte Kommandozeilen-Programme verarbeiten nun objektwertige Argumente als JSON. Das ist relevant für Werkzeuge wie Jira, deren Felder komplexe Datenstrukturen erwarten. Die Konfiguration unterstützt JSONC. Das ist das verbreitete Datenformat JSON, erweitert um Kommentare und abschließende Kommas. Ein generiertes JSON-Schema ermöglicht Autovervollständigung in Editoren wie VS Code.
15 Entwickler haben zu MCPorter 0.8.0 beigetragen. Der Release erschien zeitgleich mit OpenClaw 2026.3.28 am 29. März 2026.
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