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OpenAI streicht den Erotik-Modus für ChatGPT und setzt auf Codex-Plugins und Sicherheit

Stephan Skrobisch 1. April 2026 3 Min.

OpenAI legt den geplanten Erotik-Modus für ChatGPT für unbestimmte Zeit auf Eis und konzentriert sich stattdessen auf Developer-Tools und die Sicherheit. Codex bekommt ein Plugin-System für wiederverwendbare Workflows. Ein neues Bug-Bounty-Programm belohnt Sicherheitsforscher für das Aufdecken von KI-spezifischen Risiken.

Warum streicht OpenAI den Adult Mode?

CEO Sam Altman hatte den sogenannten Adult Mode im Oktober 2025 erstmals ins Spiel gebracht. Seitdem stand das Feature unter Dauerbeschuss. Watchdog-Gruppen, interne Mitarbeiter und Investoren übten Druck aus. Laut einem Bericht der Financial Times gibt es für die Funktion keinen Zeitplan mehr. Ein Berater warnte laut Wall Street Journal vor einem „sexy suicide coach“.

Der Erotik-Modus reiht sich in eine Serie gestrichener Projekte ein. Anfang der Woche stellte OpenAI den Videogenerator Sora ein und legte das Instant-Checkout-Feature auf Eis. Das Wall Street Journal berichtete von einer strategischen Neuausrichtung weg von Experimenten, hin zu Business-Nutzern und Entwicklern.

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Was bringen die neuen Codex-Plugins?

Parallel dazu baut OpenAI seine Entwicklerplattform Codex aus. Das neue Plugin-System fasst Workflows, Skills, App-Integrationen und MCP-Server in installierbaren Paketen zusammen. MCP steht für Model Context Protocol, ein offener Standard, über den KI-Agenten auf externe Datenquellen und Werkzeuge zugreifen.

Technisch reicht eine einzige Datei als Pflichtangabe: die .codex-plugin/plugin.json. Dazu kommen optionale Komponenten wie Skills, App-Konfigurationen und MCP-Definitionen. Die Installation läuft über die Codex-Oberfläche oder per CLI-Befehl. Auch lokale Marktplätze auf Repository- oder Nutzerebene sind vorgesehen.

Was deckt das neue Safety Bug Bounty ab?

OpenAI erweitert außerdem sein Bug-Bounty-Programm um eine neue Kategorie namens Safety. Besagte Rubrik ergänzt das bestehende Security-Bug-Bounty-Programm und richtet sich an Sicherheitsforscher, die KI-spezifische Risiken aufdecken.

Das Programm deckt drei Bereiche ab. Im Fokus stehen Risiken durch KI-Agenten. Dazu zählen Prompt Injection, also das gezielte Einschleusen manipulierter Anweisungen in KI-Systeme. Auch Datenabfluss über das Model Context Protocol und unerlaubte Aktionen im großen Maßstab gehören dazu. Zudem belohnt OpenAI das Aufdecken von Missbrauch proprietärer Informationen. Zum Beispiel wenn Modelle interne Reasoning-Daten offenlegen. Der dritte Bereich betrifft die Integrität von Accounts und der Plattform. Hier spielen Themen wie etwa das Umgehen von Sperren oder Anti-Automatisierungsmechanismen eine Rolle.

Klassische Jailbreaks bleiben außen vor. Wer ChatGPT dazu bringt, unhöflich zu antworten oder frei verfügbare Informationen auszugeben, erhält keine Belohnung. Das Programm läuft über Bugcrowd. Seit dem Start des Security Bug Bounty im April 2023 hat OpenAI dort bereits 409 Sicherheitslücken belohnt.

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