OpenAI schnappt sich OpenClaw-Gründer Peter Steinberger: So sieht die Zukunft des KI-Agenten aus
KI-generiert mit Sora
OpenAI hat den Entwickler hinter einem der am schnellsten wachsenden Open-Source-Projekte der GitHub-Geschichte eingestellt. Peter Steinberger, der österreichische Gründer des KI-Agenten OpenClaw, ist seit Februar 2026 für den ChatGPT-Konzern tätig. Dort soll er die nächste Generation persönlicher KI-Agenten aufbauen. OpenClaw selbst wird in eine unabhängige Stiftung überführt, bleibt unter der MIT-Lizenz frei verfügbar und unterstützt weiterhin verschiedene Sprachmodelle.
Wie es zu dem Wechsel kam
Der Wechsel kam nicht aus dem Nichts. Bereits Wochen zuvor führte Steinberger Gespräche mit mehreren großen KI-Labs. Laut Fortune meldete sich Meta-Chef Mark Zuckerberg persönlich und testete OpenClaw selbst. Auch Microsoft-CEO Satya Nadella nahm Kontakt auf. Am Ende rief Sam Altman persönlich an.
Steinberger verbrachte eine Woche in San Francisco und sprach mit den führenden KI-Labs. Am 15. Februar 2026 machte Altman den Wechsel auf X öffentlich. Steinberger soll dort die nächste Generation persönlicher Agenten vorantreiben. Persönliche KI-Agenten sollen laut Altman schnell zum Kern des OpenAI-Produktangebots werden.
Dass Steinberger kein Interesse an einer Firmengründung hatte, überrascht nicht. Er hatte 13 Jahre in den Aufbau von PSPDFKit investiert, einer PDF-Software, die auf über einer Milliarde Geräte lief. Laut Fortune verkaufte er das Unternehmen für rund 100 Millionen Euro. In einem ausführlichen Gespräch mit Lex Fridman sagte Steinberger: Geld oder eine weitere Firma interessieren ihn nicht. Spaß und Wirkung sind seine Motivation.
In seinem Blogbeitrag schrieb Steinberger: „What I want is to change the world, not build a large company, and teaming up with OpenAI is the fastest way to bring this to everyone.“ Sein nächstes Ziel ist ein KI-Agent, den selbst seine Mutter benutzen kann. Dafür braucht er Zugang zu den neuesten Modellen.
So geht es mit OpenClaw weiter
Die wichtigste Frage für alle, die OpenClaw bereits nutzen: Was passiert mit dem Projekt genau? Es bleibt alles offen und unabhängig. Die ausführliche Antwort hat mehrere Ebenen.
OpenClaw wird in eine unabhängige Stiftung überführt. Das Projekt behält die MIT-Lizenz. Besagte Lizenz ist eine der freizügigsten Open-Source-Lizenzen überhaupt. Jeder darf die Software verändern, weiterverbreiten und kommerziell nutzen. OpenAI sponsert die Stiftung finanziell, kontrolliert sie aber nicht.
Steinberger betonte in seinem Blogbeitrag, dass ihm die Unabhängigkeit von OpenClaw von Anfang an wichtig war. Er bezeichnete die Community als „something magical“. Die Stiftung soll ein Ort für Denker und Hacker bleiben, die ihre Daten selbst kontrollieren wollen. Langfristig soll die Stiftung sogar noch mehr KI-Modelle und Unternehmen unterstützen, nicht nur OpenAI.
Der Agent unterstützt weiterhin verschiedene Sprachmodelle. Nutzer können Claude, GPT, Gemini, DeepSeek oder lokale Modelle verwenden. OpenClaw ist nicht an OpenAI gebunden. Die Governance-Struktur der Stiftung soll laut NxCode dem Vorbild von Linux und Kubernetes folgen. Ein sogenanntes Maintainer-Council, also ein Gremium aus den wichtigsten Entwicklern des Projekts, soll die Richtung vorgeben.
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