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Microsoft Agent 365 ist da: Wie Redmond zur Kontrollinstanz für KI-Agenten wird

Stephan Skrobisch 21. Mai 2026 7 Min.

Seit dem 1. Mai 2026 ist Microsoft Agent 365 allgemein verfügbar. Die Plattform dient als zentrale Kontrollebene für KI-Agenten im Unternehmen. Die Standalone-Lizenz liegt bei rund 15 US-Dollar pro Nutzer im Monat. Gebündelt ist Agent 365 in Microsoft 365 E7 enthalten, das Microsoft als „The Frontier Suite“ vermarktet. Der Preis liegt bei 99 US-Dollar pro Nutzer und Monat.

Mit dem GA-Schritt erweitert Microsoft seine Verwaltungswerkzeuge erstmals um lokal laufende Agenten. Als Beispiel nennt das Unternehmen OpenClaw. Zeitgleich startet die Cross-Cloud-Inventarisierung für AWS Bedrock und Google Gemini Enterprise als Public Preview.

Was ist Microsoft Agent 365?

Agent 365 ist das, was Microsoft Entra für menschliche Nutzer leistet, übertragen auf autonome Software. Die Plattform bietet drei Funktionsblöcke: Discover, Govern und Secure. Im Microsoft 365 Admin Center finden sich alle erkannten KI-Agenten in einer zentralen Registry. Jeder Agent erhält via Microsoft Entra Agent ID eine eigene Identität mit Conditional Access, Audit-Trail und Lifecycle-Management. Defender und Intune sollen nicht nur Geräte absichern, sondern auch das Verhalten von KI-Agenten überwachen und steuern. Purview übernimmt DLP und Compliance.

Microsoft adressiert damit ein konkretes Problem. Wer KI-Agenten produktiv einsetzt, holt sich autonome Akteure ins Netz. Agenten benötigen menschen-ähnliche Zugriffe. Microsoft rückt KI-Agenten damit in dieselbe Verwaltungsebene wie Mitarbeiter, Apps und Service-Principals.

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Was hat Microsoft am 1. Mai konkret freigegeben?

Die GA-Ankündigung im Microsoft Security Blog listet mehrere Bausteine, die über die Ignite-2025-Vorstellung hinausgehen. Network-Controls aus Microsoft Entra greifen jetzt auch auf Copilot-Studio-Agenten. Sie wirken zusätzlich auf Agenten, die auf Endgeräten der Nutzer laufen. Microsoft nennt dafür explizit OpenClaw als ersten unterstützten lokalen Agenten.

Defender und Intune erkennen damit Sessions auf verwalteten Windows-Endpunkten. Über Intune-Policies lassen sich gängige Ausführungspfade sperren. Filterregeln und Block-Listen gegen Prompt-Injection folgen laut Microsoft mit der Public Preview im Juni 2026. Bei Prompt-Injection schleusen Angreifer versteckte Anweisungen in Dokumente oder Webinhalte ein. Ein KI-Agent führt sie dann als Befehl aus.

Parallel startet die Public Preview für Registry-Sync mit AWS Bedrock sowie Google Gemini Enterprise. IT-Teams können damit Agenten aus beiden Plattformen in den eigenen Microsoft-365-Bestand übernehmen. Microsoft macht dabei auch sichtbar, welche Modelle die Agenten nutzen und auf welche Ressourcen sie zugreifen. Eine Grundverwaltung wie Start, Stop und Delete für Agenten soll folgen.

Windows 365 for Agents ist die dritte Neuerung, die Microsoft mit dem GA-Schritt ankündigt. Das Feature selbst startet nur in der Public Preview in den USA. Es handelt sich um eine eigene Cloud-PC-Klasse für agentische Workloads. Verwaltet wird sie via Intune. Die Regeln für Identität und Sicherheit entsprechen denen für Endgeräte der Mitarbeiter. Damit trennt Microsoft Agenten-Sitzungen sauber von den Sessions der Nutzer.

Microsoft nennt unter anderem Adobe, SAP, Zendesk und Manus als Launch-Partner für Drittanbieter-Agenten.

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