Miasma: Supply-Chain-Angriff trifft offizielle npm-Pakete von Red Hat
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Ein Supply-Chain-Angriff mit dem Namen Miasma hat mehrere offizielle npm-Pakete aus dem Bereich Red Hat Cloud Services kompromittiert. Der eingeschleuste Schadcode stiehlt Zugangsdaten und verbreitet sich selbst weiter. Für Entwickler mit betroffenen Abhängigkeiten besteht akuter Handlungsbedarf. Ein Supply-Chain-Angriff zielt nicht direkt auf das Opfer. Er manipuliert eine vertrauenswürdige Quelle, über die viele Nutzer Software beziehen. Bei Miasma ist diese Quelle der offizielle npm-Namensraum der Red Hat Cloud Services.
Was bei dem Angriff passiert ist
Laut Socket handelt es sich um eine Variante der bekannten Mini-Shai-Hulud-Kampagne. Die Kampagne folgt denselben Grundmustern. Der Code läuft bereits bei der Installation, Zugangsdaten werden gesammelt und CI/CD-Systeme geraten ins Visier. Zudem enthalten die Pakete eine verschleierte Hook, die bereits bei npm install startet. Damit läuft der Schadcode, bevor der eigentliche Anwendungscode überhaupt ausgeführt wird.
Laut Snyk sind mindestens 32 Paketversionen betroffen, die zusammen rund 80.000 wöchentliche Downloads verzeichnen. Der Schadcode sammelt GitHub-Token, npm-Token, Cloud-Zugangsdaten, SSH-Schlüssel und weitere sensible Dateien. Snyk sieht Hinweise darauf, dass der Angriff von einem kompromittierten GitHub-Konto eines Red-Hat-Mitarbeiters ausging.
Gefährlich wird Miasma vor allem dadurch, dass sich der Schadcode selbst weiterverbreiten kann. Die Schadsoftware sucht nach Token und anderen Zugangsdaten. Findet Miasma einen Token mit Schreibrechten auf einem Repository, legt die Schadsoftware dort weitere manipulierte Workflows ab.
Warum der Fall zu einer bekannten Serie passt
Miasma reiht sich in eine Welle von Angriffen auf Software-Lieferketten ein. Erst kürzlich kompromittierte die zweite Shai-Hulud-Welle TanStack-Pakete mit gültiger Signatur. Auch der Supply-Chain-Angriff auf LiteLLM mit 95 Millionen Downloads zeigte das gleiche Bild. Wer die Risiken solcher autonom agierenden Werkzeuge einordnen will, findet eine Übersicht in unserer Analyse zu OpenClaw und der Sicherheitsfrage.
Wer ein betroffenes Paket installiert hat, sollte schnell handeln. Empfohlen werden das Isolieren betroffener Rechner sowie das Rotieren aller exponierten Zugangsdaten. Laut Socket reicht das Löschen des Pakets allein nicht aus, weil der Schadcode Persistenz-Mechanismen anlegt. Eine vollständige Bereinigung reduziert das Risiko deutlich.
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