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Meta bringt eigenen Desktop-Agenten: Manus „My Computer“ greift OpenClaw an

Stephan Skrobisch 18. März 2026 3 Min.

Die von Meta übernommene KI-Plattform Manus hat mit „My Computer“ eine Desktop-Anwendung für macOS und Windows veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen KI-Agenten, der lokal auf dem eigenen Rechner läuft. Dieser ist in der Lage, Befehle über die Kommandozeile auszuführen sowie Dateien zu verwalten und installierte Programme zu steuern.

Manus positioniert sich damit als kostenpflichtige Alternative zu OpenClaw.

Was kann My Computer?

Manus lief bislang ausschließlich in der Cloud. Mit My Computer wechselt der Agent auf den lokalen Rechner. Mit Hilfe der Desktop-App führt Manus die erwähnten Befehle aus. In einer Demo sortierte der Agent tausende Fotos in Kategorien und erstellte eine Ordnerstruktur.

Die App unterstützt Entwicklungsumgebungen wie Python, Node.js und Swift. Laut Aussagen des Herstellers kann der Agent komplette Anwendungen über das Terminal bauen, vom Code bis zum fertigen Paket. Auch ungenutztes GPU-Potenzial will Manus erschließen: Ein Mac mini im Dauerbetrieb soll als ständig verfügbarer KI-Assistent dienen.

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Was unterscheidet Manus von OpenClaw?

OpenClaw ist kostenlos, quelloffen und lässt Nutzer das Sprachmodell frei wählen. Bei Manus haben Nutzer diese Wahl nicht. Der Dienst startet bei 20 US-Dollar pro Monat im Credit-System.

Beim Thema Sicherheit setzt Manus auf ein Genehmigungssystem. Jeder Terminal-Befehl erfordert eine explizite Bestätigung, entweder als Einzelfreigabe oder als dauerhafte Erlaubnis für wiederkehrende Aktionen. OpenClaw steht in der Kritik, weil der Agent standardmäßig vollen Zugriff auf das System hat.

Warum bringt Meta jetzt einen Desktop-Agenten?

Meta hat Manus Ende 2025 für über 2 Milliarden US-Dollar übernommen. Anfang März kaufte der Konzern zusätzlich Moltbook, das soziale Netzwerk für KI-Agenten aus dem OpenClaw-Ökosystem. Gleichzeitig hat Meta OpenClaw auf Firmengeräten verboten.

My Computer ist seit dem 16. März 2026 verfügbar. Die App setzt auf macOS einen Apple-Silicon-Chip voraus. Neben Manus drängen auch Anthropic mit dem Desktop-Agenten Cowork und Perplexity mit dem Dauerassistenten „Personal Computer“ in den Markt.

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