KI-Trainingsdaten: Meta trackt Maus und Tastatur seiner Mitarbeiter
KI-generiert mit ChatGPT
Meta installiert Tracking-Software auf den Arbeitsrechnern seiner US-Mitarbeiter. Die Reuters-Recherche vom 21. April 2026 stützt sich auf interne Memos aus einem Channel des Meta Superintelligence Labs. Erfasst werden Mausbewegungen, Klicks, Tastatureingaben und gelegentliche Bildschirmfotos. Das interne Programm wird als „Model Capability Initiative” bezeichnet.
Was Meta sammelt und warum
Die Software läuft auf einer festgelegten Liste arbeitsbezogener Apps und Websites. Zudem werden Screenshots zur Kontextgewinnung erfasst. TechCrunch zitiert eine Sprecherin von Meta mit der Begründung, die Modelle sollen „echte Beispiele” nutzen, wie Menschen Dropdown-Menüs nutzen oder Tastenkürzel verwenden. Es gehe dabei um die Erfassung von Daten, die KI-Agenten beim selbstständigen Erledigen von Computeraufgaben benötigen.
Wer trainiert hier wen?
Parallel zur Datensammlung hat Meta einen Abbau von 10 % seiner Belegschaft bestätigt. Rund 8.000 Stellen sollen abgebaut werden. Business Standard berichtet, dass die Daten nicht zur Bewertung einzelner Mitarbeiter dienen. Yale-Rechtsprofessorin Ifeoma Ajunwa sagte gegenüber Reuters, dass es in den USA auf Bundesebene keine Grenze für Mitarbeiterüberwachung gibt. In Deutschland wäre eine solche Erfassung nach Betriebsverfassungsgesetz mitbestimmungspflichtig. Das Programm betrifft jedoch zunächst US-Standorte.
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