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Grok in der eigenen Kommandozentrale: OpenClaw 2026.5.18 bringt xAI

Stephan Skrobisch 25. Mai 2026 5 Min.

Mit OpenClaw 2026.5.18 können Nutzer mit SuperGrok- oder X-Premium-Abonnement die Grok-Modelle ab sofort im eigenen Agenten verwenden. Der Release vom 18. Mai 2026 bringt mit der xAI-Integration, dem Echtzeit-Sprachmodus für Android und den neuen Browser-Dialogen drei zentrale Neuerungen.

Was bringt OpenClaw 2026.5.18?

Der Release-Tweet zur 5.18 beschreibt die Ausrichtung pragmatisch:

Es geht also nicht um ein Feature-Feuerwerk, sondern um eine Sammlung aus neuen Implementierungen, Bugfixes und Verbesserungen. Der KI-Agent OpenClaw veröffentlicht inzwischen wieder im Wochenrhythmus. Den Sprung vom Hobbyprojekt zur breiten Codebasis hat das Projekt längst hinter sich. Im aktuellen Release sind zahlreiche Mitwirkende ausgewiesen.

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Grok zieht in OpenClaw ein

Den größten Auftritt im neuen Release hat die Integration von xAI. Der OAuth-Login für Grok wurde technisch schon in der Beta-Version 2026.5.16-beta.3 eingeführt. xAI kündigte den Rollout am 19. Mai 2026 in einem eigenen Blogbeitrag an. Wer SuperGrok oder X Premium abonniert hat, kann den Zugang seither direkt in OpenClaw einrichten. Ein separater API-Schlüssel wird nicht benötigt.

Das Setup erfolgt über den Onboarding-Befehl openclaw onboard --install-daemon. Auf Remote-Systemen oder via SSH steht die Option --auth-choice xai-device-code zur Verfügung. Besagter Befehl zeigt einen kurzen Code im Terminal an. Anschließend wird der Code im Browser eingegeben, um die Anmeldung abzuschließen. Dadurch funktioniert die Grok-Implementierung auch auf VPS-Systemen oder einem Raspberry Pi ohne grafische Oberfläche.

Die Releasenotes zeigen, warum die xAI-Integration erst jetzt wirklich praxistauglich wird. OpenClaw stabilisiert den Authentifizierungs-Sidecar, gibt beim OAuth-Tokenaustausch das PKCE-Challenge-Feld korrekt zurück und setzt neue Standardwerte für die Video-Generierung. PKCE ist ein Sicherheitsverfahren bei OAuth, das verhindert, dass abgefangene Login-Codes für den Tokenaustausch missbraucht werden. xAI setzt das Verfahren an seinem Endpunkt strikt voraus.

Damit folgt xAI einer Entwicklung, die OpenClaw zuletzt deutlich vorangetrieben hat. Schon Mitte Mai hatte das Projekt den ChatGPT-Account als Login-Quelle für GPT-Modelle freigeschaltet. Der Zugriff auf Abo-Modelle per OAuth, ohne separaten API-Vertrag, wird damit zu einem wiederkehrenden Muster in OpenClaw.

Echtzeit-Sprachmodus für Android

Der zweite große Block betrifft die mobile Nutzung. Die Android-App nutzt für den Talk Mode jetzt Echtzeit-Sprachsitzungen über das Gateway-Relay. Das Mikrofon streamt direkt in den Agenten, die Audio-Ausgabe spielt der Agent ebenfalls in Echtzeit zurück. Auf dem Bildschirm läuft parallel ein Transkript mit. Tool-Ergebnisse werden im selben Audiokanal weitergereicht.

Der Pull-Request stammt vom Mitwirkenden @sliekens. Ergänzt wird dieser durch ein Detail beim TLS-Pinning. Ändert sich der Fingerabdruck des Gateway-Zertifikats, fragt die App jetzt nach. Erst dann wird die neue SHA-256-Prüfsumme übernommen. So lassen sich erwartete Zertifikatswechsel handhaben, ohne dass die Verbindung unmittelbar fehlschlägt. Wer OpenClaw auf dem Smartphone nutzt, merkt die Änderung beim Talk Mode sofort. Die offizielle Android-App im Play Store rückt damit näher an die geschlossenen Voice-Modi großer LLM-Anbieter heran.

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