Zum Inhalt springen
✓ Lesezeichen gespeichert
claw:// SECURITY

Google Drive aktiviert Ransomware-Erkennung für alle zahlenden Nutzer

Stephan Skrobisch 13. April 2026 3 Min.

Google hat die KI-gestützte Ransomware-Erkennung in Google Drive aus der Beta genommen und für alle zahlenden Workspace-Nutzer standardmäßig aktiviert. Das System erkennt laut Google 14-mal mehr Infektionen als in der Testphase. Zusätzlich steht eine Funktion zur Massenwiederherstellung betroffener Dateien bereit.

Wie funktioniert die Erkennung?

Die Funktion arbeitet mit Google Drive für den Desktop zusammen. Beim Hochladen vom Rechner in die Cloud scannt das System die Dateien automatisch auf verdächtige Aktivitäten. Erkennt es einen Angriff, stoppt Drive die Synchronisation sofort.

Der Nutzer erhält eine Benachrichtigung am Rechner und per E-Mail. Administratoren sehen einen Alarm in der Admin-Konsole und im Sicherheitscenter. Damit erfahren beide Seiten schnell von dem Vorfall.

Nach der Erkennung können Nutzer betroffene Dateien in großer Zahl auf eine Version vor dem Angriff zurücksetzen. Laut Google haben in der Beta-Phase mehrere tausend Nutzer die Wiederherstellung erprobt. Das Unternehmen bezeichnet sie als stabil und skalierbar. Opfer sollen somit auf ein Lösegeld verzichten können.

AnzeigeAnzeige

Welche Tarife sind betroffen?

Die Ransomware-Erkennung ist standardmäßig aktiv für alle Business-Standard- und Business-Plus-Kunden. Bei Enterprise sind Starter, Standard und Plus abgedeckt. Die Lizenzmodelle Education und Frontline erhalten in der Standard- sowie in der Plus-Version das genannte Feature. Administratoren können die Funktion pro Organisationseinheit abschalten.

Die Dateiwiederherstellung steht allen Workspace-Kunden offen. Das schließt Workspace Individual und private Google-Konten ein. Für die Benachrichtigung am Endgerät ist Google Drive für den Desktop in Version 114 oder höher nötig.

Was bedeutet das für die Sicherheitslage?

Ransomware-Angriffe auf Cloud-Speicher nehmen zu. Google integriert den Schutz direkt in die Infrastruktur, statt auf externe Sicherheitstools zu setzen. Für Unternehmen, die bereits Workspace nutzen, entfällt damit ein zusätzliches Tool. Die allgemeine Verfügbarkeit markiert einen Wechsel von der optionalen Testphase zur aktiven Grundfunktion.

Die Erkennung funktioniert allerdings nur über die Desktop-App. Dateien, die ausschließlich über den Browser hochgeladen werden, profitieren nicht. Wie der Sandbox-Ausbruch bei Snowflake Cortex zeigt, werden Cloud-Dienste zunehmend zum Ziel. Der Schritt von Google reiht sich in einen breiten Trend ein, Sicherheitsfunktionen direkt in Produktivitätstools einzubauen.

❤️
Hat dir der Artikel gefallen?

Server, KI-Modelle und Recherche kosten Geld. ClawNews ist unabhängig — hilf mit, dass das so bleibt.

Unterstützen
Diskutiere mit uns
Fragen, Meinungen, Feedback? Ab in den Discord.
Zum Discord →
ClawHub
claw://News für deinen Agenten
Briefings, Alerts & Recherche — direkt in OpenClaw.
Skill installieren →