Gadget-Samstag: Zehn Hardware-Empfehlungen für dein OpenClaw- und KI-Setup
KI-generiert mit ChatGPT
Für den Betrieb eines KI-Agenten wie OpenClaw genügt ein sparsamer Computer, denn der Agent selbst rechnet nicht. Anspruchsvoll wird es erst beim Sprachmodell, denn ein Modell mit 70 Milliarden Parametern belegt rund 40 bis 48 GB. Vom günstigen Bastelrechner bis zur Maschine für besagte Modelle deckt der Gadget-Samstag die gesamte Bandbreite ab.
- Beelink SER9 Pro: der Einsteiger-Sweet-Spot
- GMKtec EVO-X2: das Sehnsuchts-Monster
- MINISFORUM AI X1 Pro: die Ausbau-Alternative
- Crucial DDR5 SO-DIMM: der Aufrüstweg
- Raspberry Pi 5: Der Einstieg
- Samsung 990 PRO: Der unsichtbare Turbo
- KLIM Wind: Kühlung für den Dauerbetrieb
- TP-Link TL-SG105-M2: 2,5-Gigabit für das Heimnetz
- Samsung T7 Shield: die Modell-Sammlung zum Mitnehmen
- Elgato Stream Deck MK.2: Befehle auf Knopfdruck
- Fazit
- Häufige Fragen
- Reicht ein Raspberry Pi für OpenClaw?
- Wie viel Arbeitsspeicher benötige ich für ein 70B-Modell?
- Warum ist mein Modell trotz genug Arbeitsspeicher so langsam?
Der Gadget-Samstag ist unsere wöchentliche Hardware-Auswahl für Homelabs und lokale KI. Bei jedem Produkt zeigen wir, für wen es sich lohnt und für wen nicht.
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Beelink SER9 Pro: der Einsteiger-Sweet-Spot
Der Beelink SER9 Pro mit dem AMD Ryzen AI 9 HX 370 ist für viele der richtige Startpunkt. Der Prozessor bringt zwölf Kerne und eine integrierte Radeon-890M-Grafik mit. Ein quantisiertes Modell mit 14 Milliarden Parametern benötigt rund zehn Gigabyte. In den 32 GB Arbeitsspeicher des Geräts bleibt damit noch ausreichend Reserve für den Kontext.

Als Host für OpenClaw eignet er sich ohnehin, denn der Agent stellt keine hohen Anforderungen an die CPU. Für den Einstieg in lokale KI-Experimente ist der verlötete Speicher verschmerzbar.
Beelink bietet den SER9 Pro auch als OpenClaw-Edition mit vorinstalliertem Agenten an. Besagte Variante ist ein separates Modell und aktuell nur direkt beim Hersteller verfügbar. Wer OpenClaw lieber selbst einrichtet, findet alle Infos in unserer Ubuntu-Installationsanleitung.
GMKtec EVO-X2: das Sehnsuchts-Monster
Nun zu einem Gerät, das viele gern hätten. Der GMKtec EVO-X2 nutzt den Ryzen AI Max+ 395 und bis zu 128 GB Arbeitsspeicher. Der eigentliche Unterschied ist aber nicht die Kapazität, sondern die Anbindung.
AMD gibt für den Chip einen 256 Bit breiten Speicherbus mit LPDDR5x-8000 an. Daraus ergeben sich rund 256 GB pro Sekunde. Genau diese Bandbreite erklärt den verlöteten Speicher. Austauschbarer Speicher erreicht in aktuellen Geräten keine vergleichbar breite Anbindung. Das Prinzip dürfte ClawNews-Lesern von Apples Unified Memory bekannt sein. Dort greifen Prozessor und Grafik auf denselben Speicher zu.

Die Speicherbandbreite ist deshalb entscheidend. Für jeden erzeugten Token muss das gesamte Modell einmal durch den Speicher gejagt werden. Damit richtet sich das Gerät vor allem an Enthusiasten, die Geduld mitbringen.
Allerdings gibt es einen Haken. Ein Testbericht von CraftRigs misst bei 70B-Modellen vier bis acht Token pro Sekunde. Eine Antwort von 500 Wörtern dauert damit je nach Tempo zwei bis vier Minuten. Für interaktives Arbeiten ist das zu langsam.
Damit wird auch deutlich, was das Gerät nicht ist. Ein 70B-Modell lässt sich ebenso auf einem aufrüstbaren Mini-PC mit 64 GB Arbeitsspeicher betreiben. Es ist bloß langsamer, weil die Bandbreite fehlt. Wer schnelle Antworten will, fährt ohnehin mit einem 32B-Modell besser. Warum lokale Modelle trotz solcher Kompromisse wichtiger werden, haben wir ausführlich eingeordnet.
Beim Kauf ist allerdings zu beachten, dass der Speicher fest verlötet ist und sich später nicht mehr erweitern lässt. Wer längere Kontexte oder mehrere Modelle nebeneinander plant, greift besser gleich zur größeren Variante.
MINISFORUM AI X1 Pro: die Ausbau-Alternative
Wer Wert auf Anschlüsse und Aufrüstbarkeit legt, schaut sich den MINISFORUM AI X1 Pro an. Dieser nutzt denselben Ryzen AI 9 HX 370 wie der Beelink, bringt aber zwei entscheidende Extras mit. Über den OCuLink-Anschluss lässt sich eine externe Grafikkarte anbinden.

Zwei 2,5-Gigabit-Netzwerkports erlauben eine saubere Netzwerk-Segmentierung. Wer nur starten will und keinen Ausbau plant, ist mit dem günstigeren Beelink genauso gut bedient.
Beim Beelink ist der Arbeitsspeicher nicht verlötet, sondern in SO-DIMM-Steckplätzen untergebracht und damit austauschbar. Zudem sind drei M.2-Steckplätze vorhanden. Wer sein Gerät unter Windows betreibt, findet in unserem Hardware-Guide für Windows die passende Einordnung vom Budget- bis zum High-End-System.
Crucial DDR5 SO-DIMM: der Aufrüstweg
Aufrüstbare RAM-Plätze helfen nur mit dem passenden Arbeitsspeicher. Das Crucial-Kit bietet für Geräte wie den MINISFORUM insgesamt 64 GB, verteilt auf zwei DDR5-Module mit jeweils 32 GB und 5600 MHz. Bei lokalen KI-Modellen gilt eine einfache Regel: Je mehr Arbeitsspeicher vorhanden ist, desto größere Modelle lassen sich nutzen.

Prüft vor dem Kauf unbedingt, ob dein Gerät überhaupt Steckplätze hat. Beim Beelink SER9 Pro und beim GMKtec ist der Speicher verlötet.
Vor dem Kauf lohnt sich ein Blick ins Handbuch. Es ist möglich, dass 64 GB Arbeitsspeicher oder der volle Takt von 5600 MHz nicht unterstützt werden.
Raspberry Pi 5: Der Einstieg
Nicht jeder benötigt gleich einen Ryzen-Rechner. Der Raspberry Pi 5 mit 8 GB ist der günstigste Weg, um mit einem eigenen kleinen Server zu experimentieren. Aktive Kühlung gehört beim Dauerbetrieb aber dazu.

Für leichte Automatisierungen, als Always-On-Gerät oder für erste Gehversuche reicht der Pi vollkommen aus. Für lokale LLMs ist dieser allerdings zu schwach.
Wo genau die Grenzen liegen und für wen sich der günstigste KI-Server lohnt, haben wir im Detail beleuchtet. Es geht sogar noch eine Nummer kleiner, nämlich mit dem Raspberry Pi Zero.
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