Discord-Gruppe nutzt Claude Mythos seit Tag eins
KI-generiert mit Sora
Einer kleine Gruppe in einem privaten Discord-Server ist es gelungen, das Cyber-Modell Mythos von Anthropic zu nutzen. Laut Bloomberg stützt sich der Bericht auf Dokumente und Aussagen einer Person aus dem Umfeld eines Anthropic-Dienstleisters. Die Gruppe zeigte Bloomberg Screenshots und eine Live-Demonstration als Beleg für ihre Angaben.
Laut dem Bericht haben die Mitglieder seit dem 7. April 2026 Zugriff auf Mythos. Der Zugang besteht damit offenbar seit der Ankündigung von Mythos durch Anthropic. Bloomberg zufolge gelang es der Gruppe das benötigte URL-Schema zu erraten. Zusätzlich nutzten sie die Zugangsdaten von einem Mitarbeiter eines Anthropic-Drittanbieters. Die Gruppe verwendet nach eigenen Angaben Mythos regelmäßig, aber nicht für Cybersecurity-Aufgaben.
Anthropic: Drittanbieter-Umgebung, keine Systemkompromittierung
Ein Anthropic-Sprecher bestätigte gegenüber TechCrunch, dass das Unternehmen den Bericht zum Zugriff auf Claude Mythos Preview untersucht. Der mutmaßliche Zugriff erfolgte laut Anthropic über die Umgebung eines Drittanbieters. Nach Angaben des Unternehmens gibt es bislang keine Hinweise auf eine Kompromittierung der Anthropic-Systeme selbst.
Mythos ist das bislang leistungsfähigste Modell von Anthropic für Programmierung und autonomes Handeln. Zugang gibt es nur über das Partnerprogramm Project Glasswing. Anthropic nennt rund 50 Organisationen, darunter AWS, Apple, Google, Microsoft, NVIDIA und JPMorganChase als Launch-Partner. Dazu kommen Broadcom, Cisco, CrowdStrike, Palo Alto Networks und die Linux Foundation sowie über 40 weitere Organisationen mit kritischer Software-Infrastruktur. Das BSI hatte parallel vor einem Paradigmenwechsel in der Cyberbedrohungslage gewarnt, das US-Finanzministerium hat Großbanken zum Test aufgefordert.
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