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ClawRewind KW 19: Wie Claude Opus eine Linux-Lücke aus 2014 fand und Lovable 76 Tage offen lag

Stephan Skrobisch 10. Mai 2026 5 Min.

In der KI-Woche vom 4. bis 8. Mai 2026 dominierten Pack2TheRoot, das Lovable-Datenleck sowie sechs OpenClaw-Releases. Das Red Team der Deutschen Telekom hat mit Claude Opus eine zwölf Jahre alte Linux-Sicherheitslücke gefunden. Eine Nginx-Messung zeigt, wie ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini Webseiten unterschiedlich abrufen.

Die Vibe-Coding-Plattform Lovable lag 76 Tage für jeden Gratis-Account offen. Vibe Coding meint die Software-Entwicklung per natürlicher Sprache. Nutzer beschreiben in einem KI-Chat das Ziel, das Modell generiert den Code. OpenClaw hat zwischen dem Security-Sprint und Version 2026.5.3 sechs weitere Releases nachgelegt. Den Rückblick auf die Vorwoche findest du im ClawRewind KW 18.

Wie hat Claude Opus eine Linux-Schwachstelle aus 2014 gefunden?

Das Red Team der Deutschen Telekom hat eine seit 2014 bestehende Sicherheitslücke im Linux-Dienst PackageKit aufgedeckt. Die Schwachstelle trägt den Namen Pack2TheRoot. Sie wird unter der internationalen Schwachstellen-Kennung CVE-2026-41651 mit einem CVSS-Score von 8,8 geführt.

Betroffen sind die PackageKit-Versionen 1.0.2 bis 1.3.4. Besagte Versionen finden sich in Standardinstallationen von Ubuntu, Debian, Fedora und Red Hat Enterprise Linux. Ein lokaler Nutzer mit einfachen Rechten konnte Pakete ohne Authentifizierung installieren oder entfernen und daraus Root-Rechte ableiten.

Der Fall stützt eine These vieler Sicherheitsforscher. Sprachmodelle eignen sich gut für die mühsame Suche nach Logikfehlern in altem Code. KI ist hier Beschleuniger, kein Ersatz für die menschliche Analyse. In dieselbe Kerbe schlägt der Mozilla-Vorstoß mit Claude Mythos Preview, der 271 Firefox-Schwachstellen aufdeckte.

Pack2TheRoot: Claude Opus findet zwölf Jahre alte Linux-Sicherheitslücke
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Pack2TheRoot: Claude Opus findet zwölf Jahre alte Linux-SicherheitslückeDas Red Team der Deutschen Telekom hat eine seit 2014 bestehende Sicherheitslücke im Linux-Software PackageKit entdeckt. Bei der Suche kam laut t3n das Sprachmodell Claude…4. Mai 2026
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Wer ruft eigentlich live ab und wer nicht?

Eine Nginx-Messung von Ali Khallad zeigt, wie ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini eine Webseite ansteuern. ChatGPT, Claude und Perplexity holen die Seite live mit eigenem User-Agent ab. Gemini sendet keinen einzigen Request.

Insgesamt wurden acht Chatbots überprüft. Fünf Anbieter meldeten sich mit eigenem User-Agent. Drei tarnen sich als gewöhnlicher Browser oder rufen die Seite gar nicht ab.

Wie KI-Crawler Webseiten abrufen: ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini im Test
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Wie KI-Crawler Webseiten abrufen: ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini im TestEine Nginx-Messung von Ali Khallad zeigt, wie ChatGPT, Claude, Perplexity und Gemini eine Webseite ansteuern. ChatGPT, Claude und Perplexity holen die Seite live mit eigenem…6. Mai 2026

Warum lag Lovable 76 Tage offen?

Bei der Vibe-Coding-Plattform Lovable konnten 76 Tage lang Chat-Verläufe und Quellcode öffentlicher Projekte ausgelesen werden. Ein kostenloser Account reichte aus. Betroffen waren hinterlegte API-Schlüssel, Datenbank-Zugangsdaten und vollständige KI-Konversationen. Lovable hat den Fehler am 20. April 2026 binnen zwei Stunden geschlossen.

Technisch handelt es sich um eine BOLA-Schwachstelle. Die Abkürzung steht für Broken Object Level Authorization. Die betroffene Lovable-API prüfte nicht, ob ein angemeldeter Nutzer auf ein bestimmtes Projekt zugreifen darf. BOLA steht auf Platz 1 der OWASP API Security Top 10.

Bemerkenswert war die Reaktion. Erst leugnete Lovable den Vorfall öffentlich auf X. Dann verlagerte das Unternehmen die Schuld auf die eigene Dokumentation, anschließend auf den Bug-Bounty-Partner HackerOne. Eine Entschuldigung folgte erst nach massiver Community-Kritik. Sicherheitsforscher haben diese Reaktionskette international scharf kritisiert.

Lovable-Datenleck: Code, Chats und Zugänge im Netz
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Lovable-Datenleck: Code, Chats und Zugänge im NetzBei der Vibe-Coding-Plattform Lovable konnten 76 Tage lang Chat-Verläufe sowie Quellcode öffentlicher Projekte ausgelesen werden. Ein kostenloser Account reichte aus. Betroffen waren hinterlegte API-Schlüssel, Datenbank-Zugangsdaten…5. Mai 2026

Was hat OpenClaw in sechs Releases nachgelegt?

Zwischen Security-Sprint und Version 2026.5.3 hat der quelloffene KI-Agent OpenClaw sechs weitere Releases veröffentlicht. Drei Entwicklungslinien bestimmen das Bild. Sprache wird zur Standardausgabe, der Plugin-Apparat wird umgebaut, das Gedächtnis des Agenten bekommt mehr Tiefe. Einen Überblick zur Entstehung des Projekts liefert unsere Cornerstone-Analyse zu OpenClaw.

Das Memory-Wiki ist mit 2026.4.29 strukturierter geworden und enthält jetzt kanonische Aliase, Personenkarten, Beziehungsgraphen und Provenance-Berichte. Drei neue Provider sind in den Core gewandert: NVIDIA, Cerebras und DeepInfra. Die Sicherheitsfrage rund um den Agenten ist Thema unserer separaten Cornerstone-Einordnung.

Zwischen Security-Sprint und 5.3: Was OpenClaw in sechs Releases nachgelegt hat
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Zwischen Security-Sprint und 5.3: Was OpenClaw in sechs Releases nachgelegt hatZwischen dem Security-Sprint Ende April und der vor wenigen Tagen erschienenen Version 2026.5.3 hat OpenClaw sechs weitere Releases veröffentlicht. Diese Aufarbeitung zeigt, was in 2026.4.24…7. Mai 2026

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