ClawRewind: China diktiert die Preise, Burry schreit Fugazi und die KI-Rechnung kommt
KI-generiert mit ChatGPT
Diese Woche wurde die Rechnung präsentiert. Chinesische Modelle drücken die Preise und überholen den Westen bei Benchmarks. Immer lauter stellt sich damit die Frage nach dem Gegenwert. Ein Starinvestor nennt den KI-Boom eine Täuschung. Ökonomen messen die reale Wirkung von KI-Agenten. Außerdem verbrennt ein Entwickler über 80.000 Dollar für ein Browserspiel.
Ein chinesisches Modell schlägt Claude bei der Schwachstellensuche
Der Maßstab in der KI-Sicherheit kommt gerade aus China. Das Modell GLM 5.2 hat in einem Benchmark der Firma Semgrep gepunktet. Dort übertraf es das Modell Claude Code. Getestet wurde die Fähigkeit, Schwachstellen in Code aufzuspüren. Für ein Feld, in dem westliche Labs den Ton angeben wollen, ist das ein klares Zeichen. Was hinter dem Cyber-Benchmark steckt, ordnen die Ergebnisse und ihre Aussagekraft ein.
Der Big-Short-Investor nennt den KI-Boom eine Täuschung
Michael Burry hat ein Gespür für Finanzblasen. Der Investor sagte die US-Immobilienkrise von 2008 voraus, verfilmt in „The Big Short”. Jetzt richtet er seinen Blick auf die KI-Branche und nennt den Boom „Fugazi”, also eine Fälschung. Ob an der Warnung etwas dran ist, hängt von den Bewertungen und den realen Umsätzen ab. Unsere Analyse zu Burrys Warnung prüft die Argumente hinter der steilen These.
KI schreibt 17-mal mehr Code, doch beim Nutzer kommt wenig an
Zur Warnung vor der Blase passt eine neue Studie. Drei Ökonomen vom MIT und der Wharton School haben gemessen, was KI-Agenten in der Softwareentwicklung wirklich bewirken. Bei einzelnen Aufgaben schreiben die Agenten ein Vielfaches an Code. Der Effekt beim Endnutzer fällt jedoch überraschend gering aus. Die vollständige Einordnung der Studie zeigt, woran die Wirkung verpufft.
Ein Kriminalanalyst zieht den Vergleich zum wilden Westen
Wer einem KI-Agenten Vollzugriff auf seinen Rechner gibt, schafft ein attraktives Ziel für Angreifer. Das sagt Dr. Mark T. Hofmann, Kriminalanalyst und Experte für Bedrohungslagen. Im Interview mit ClawNews beschreibt er die aktuelle Sicherheitslage rund um autonome Agenten. Das komplette Interview mit Dr. Hofmann liefert seine Einschätzung im Detail.
81.267 Dollar für ein Browserspiel
Wie schnell KI-Budgets verpuffen, zeigt ein Fall aus der Praxis. Ein Mitarbeiter des Fintech-Startups Slash hat 81.267 US-Dollar an KI-Credits verbrannt. Das Ergebnis war ein simples Browserspiel namens „Brainrot Shooter”. Der Fall steht für ein Muster, das ClawNews Tokenmaxxing nennt. Hoher Token-Verbrauch gilt bei manchen als Nachweis von Kompetenz, sagt in Wahrheit aber wenig aus. Warum der Token-Verbrauch trügt, erklärt den Denkfehler dahinter.
Außerdem auf ClawNews
Neben den großen Meldungen war die Woche voll mit weiteren Nachrichten. OpenAI stellte mit Broadcom einen eigenen Chip vor. Kurz darauf senkte das Unternehmen angesichts des Preisdrucks unter anderem aus China die Kosten. Google musste Meta den Zugang zu Gemini kappen, weil die Rechenleistung knapp wird. Dazu kamen neue Sicherheitslücken, ein spektakulärer Personalwechsel bei Apple und eine Klage von fast 400 Zeitungen.














Fünf Tage, viele offene Rechnungen. Die Frage nach den wahren Kosten von KI wird lauter und die Antworten werden unbequemer.
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