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ClawCon Tokyo: Steinberger erklärt 2026 zum Jahr der KI-Agenten

Stephan Skrobisch 3. April 2026 4 Min.

Peter Steinberger hat bei der ersten ClawCon in Asien das Jahr 2026 zum Jahr der KI-Agenten erklärt. Er machte deutlich, dass der Durchbruch nicht aus einem Tech-Konzern kommen konnte. Hunderte Teilnehmer erschienen in Hummer-Kostümen. Auf der Bühne liefen Live-Demos sowie ein AFP-Interview mit klaren Ansagen: Die ClawCon-Tour hat Tokyo erreicht.

Was ist bei der ClawCon Tokyo passiert?

Am 30. März 2026 fand in Shibuya die erste ClawCon in Asien statt. Hunderte Teilnehmer kamen zum kostenlosen Community-Event des KI-Agenten OpenClaw. Die 700 Plätze waren laut Veranstalter in kürzester Zeit vergeben.

Viele trugen Hummer-Kostüme. Auf der Bühne liefen Demos und Experten halfen Besuchern bei der Installation ihrer Agenten. Rund 60 % der Teilnehmer kamen aus Japan, der Rest reiste aus anderen asiatischen Ländern an. Nach San Francisco, New York und Austin war Tokyo die vierte Station. London soll folgen.

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Was hat Steinberger im AFP-Interview gesagt?

Den stärksten Nachrichtenwert lieferte ein ausführliches AFP-Interview mit Steinberger direkt beim Event. Der österreichische Entwickler ordnete die Lage der KI-Branche ein.

Steinberger im AFP-Interview: „2023–2024 was the year of ChatGPT, last year was the year of the coding agent, this year’s going to be the year of the general agent.“ KI ist noch kein allgegenwärtiger persönlicher Assistent. Aber das wird sich 2026 ändern, so Steinberger.

Warum kein Tech-Konzern diesen Durchbruch schaffte? Steinberger war direkt: „It couldn’t have come from those big companies. Those companies would have worried too much about what could go wrong.“ Er wollte den Menschen zeigen: „I’ve been into the future.

NVIDIA-Chef Jensen Huang hatte OpenClaw erst kürzlich als „definitely the next ChatGPT“ bezeichnet. Kurz darauf verkündete OpenAI-Chef Sam Altman die Einstellung von Steinberger. Steinberger selbst sagt, der Wechsel gibt ihm „more resources“ für „cool ideas“.

Wie steht es um China und die Sicherheitsfrage?

Ein weiterer Schwerpunkt des Interviews war die explosive Verbreitung von OpenClaw in China. Dort entstehen lokale Ableger wie DuClaw, QClaw und ArkClaw. Tausende stehen bei Firmen-Events Schlange, um sich den Agenten installieren zu lassen.

Steinberger erkennt das Momentum an: „If you see it as a competition, it certainly looks like China is gaining a lot of momentum.“ Gleichzeitig sieht er noch einen deutlichen Abstand zwischen den besten chinesischen und den besten US-Modellen.

Die Sicherheitsbedenken nimmt er ernst. Chinas nationale Cybersicherheitsbehörde und das IT-Ministerium haben offizielle Warnungen zu OpenClaw herausgegeben. Auch in den USA und Europa gibt es Kritik am Vollzugriff, den der Agent auf lokale Systeme erhält. Bei der ClawCon in New York waren Sicherheitsrisiken laut einem NBC-Bericht ebenfalls Thema.

Warum die ClawCon mehr ist als ein Nerd-Treffen

Steinberger selbst brachte es auf den Punkt: „I love that I helped a lot of people to bring AI from this scary thing into something that is fun and weird and gets them excited.“ Die ClawCon-Events ziehen längst nicht nur Entwickler an. Beim Event in New York waren Studierende, berufstätige Mütter und Hedge-Fonds-Teams im Publikum. In Austin präsentierten Teenager eigene Produkte auf der Bühne.

Genau hier liegt die strategische Bedeutung der ClawCon-Tour. Sie verwandelt ein Open-Source-Projekt in eine Bewegung. Die Community hinter OpenClaw wächst nicht über Marketingbudgets. Sie wächst über echte Treffen, Hummer-Verkleidungen und das Gefühl, Teil von etwas Neuem zu sein.

Ob das reicht, um gegen die Milliarden-Dollar-Agenten von Google, OpenAI und Meta zu bestehen, wird sich zeigen. Aber Tokyo hat gezeigt: Die Bewegung ist nicht mehr auf die USA beschränkt.

Auch in Deutschland wächst die Szene. Einen Tag nach der ClawCon Tokyo fand im STARTPLATZ Köln die zweite ClawCon NRW statt: Über 100 Teilnehmer, sieben Lightning Talks, volles Haus.

Die Themen reichten von OpenClaw im Enterprise-Einsatz über Obsidian-Workflows bis hin zu konkreten Use Cases. ClawNews-Gründer Stephan Skrobisch war mit einem Talk zu ClawNews und dem KI-Monitoring-Tool isyourAIdown.com vor Ort. Statt nur zuzuhören, zeigten Teilnehmer ihre eigenen Setups und lösten gemeinsam Probleme rund um Kosten und Performance.

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