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Claude Opus 4.7: Neuer Coding-Bestwert und eine zusätzliche Denkstufe

Stephan Skrobisch 24. April 2026 7 Min.

Anthropic hat am 16. April 2026 Claude Opus 4.7 freigegeben. Das Modell übertrifft den eigenen Coding-Bestwert des Vorgängers: 64,3 % auf SWE-bench Pro und 87,6 % auf SWE-bench Verified. Das neue Flaggschiff-Modell löst Opus 4.6 an der Spitze der frei verfügbaren Coding-Modelle ab. Anthropic gab zudem bekannt, dass die Mythos-Preview die neue Opus-Version überholt.

TL;DR

Claude Opus 4.7 setzt neue Bestwerte in Coding-Benchmarks, bringt eine zusätzliche Denkstufe mit dem Namen xhigh und eine deutlich höhere Bildauflösung. Der Preis bleibt bei 5 US-Dollar pro Million Input-Token und 25 US-Dollar pro Million Output-Token. Gleichzeitig hat Anthropic die Cybersecurity-Fähigkeiten gezielt eingeschränkt und neue Schutzmechanismen eingebaut.

Opus 4.7 folgt dem im Februar 2026 veröffentlichten Opus 4.6. Anthropic bleibt damit seinem Zwei-Monats-Rhythmus zwischen den Opus-Versionen treu. Der Modell-String in der API lautet claude-opus-4-7. Das Modell steht ab Release in allen Claude-Produkten zur Verfügung. Über die API ist das Modell zusätzlich auf Amazon Bedrock, Google Cloud Vertex AI und Microsoft Foundry nutzbar.

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Was Claude Opus 4.7 in den Benchmarks liefert

Die wichtigste Kennzahl für die Coding-Community ist der SWE-bench. Opus 4.7 erreicht laut Anthropic 64,3 % auf SWE-bench Pro. Bei SWE-bench Verified sind es 87,6 % und auf dem Terminal-Bench 2.0 schlagen 69,4 % zu Buche. Damit liegt das Modell in allen drei Disziplinen über den Werten von Opus 4.6 und GPT-5.4. Auch Gemini 3.1 Pro von Google wird überholt. Hinter Mythos Preview bleibt Opus 4.7 allerdings zurück.

Anthropic nennt auch Werte jenseits der reinen Coding-Benchmarks. Opus 4.7 setzt einen Bestwert auf der Finance Agent Evaluation und auf GDPval-AA. GDPval-AA misst wirtschaftlich wertvolle Wissensarbeit in Bereichen wie Finanzen und Recht. Das Modell soll laut Anthropic bei Dokumenterstellung, Finanzanalysen und mehrstufigen Recherche-Aufgaben deutlich besser abschneiden als sein Vorgänger.

Mehrere Partner von Anthropic haben Zahlen beigesteuert. Cursor meldet auf dem eigenen CursorBench einen Sprung von 58 auf über 70 %. GitHub Copilot spricht von stärkeren Multitask-Aufgaben und verlässlicheren Agenten. Rakuten verweist auf den Rakuten-SWE-Bench, wo Opus 4.7 dreimal so viele Aufgaben lösen soll wie Opus 4.6. Die Zahlen stammen aus den Evaluationen der jeweiligen Anbieter und sind nicht unabhängig verifiziert.

Die neue xhigh-Stufe: mehr Kontrolle bei Problemen

Opus 4.7 bringt eine neue Effort-Stufe mit. Zwischen den bisherigen Stufen high und max liegt jetzt xhigh für „extra high“. Besagte Stufe erlaubt eine feinere Abstimmung zwischen der Antwortzeit und der Denktiefe. Claude Code setzt laut Anthropic das Standard-Effort auf allen Plänen ab sofort auf xhigh. Das KI-Lab empfiehlt high oder xhigh für Coding und agentische Anwendungsfälle.

Die Effort-Stufe steuert, wie viele Token das Modell für die interne Überlegung einsetzen darf. Je höher dieser Wert ist, desto gründlicher arbeitet das Modell anspruchsvolle Probleme ab. Die Antwort benötigt dadurch aber auch länger. Wer Opus 4.7 in OpenClaw einsetzt, kann mit der neuen Stufe feiner justieren. Ein Task lässt sich schneller oder gründlicher erledigen.

Zusätzlich führt Anthropic Task-Budgets als Public Beta ein. Entwickler können damit das Token-Kontingent einzelner Aufgaben steuern. Das Modell priorisiert dann selbst, wofür es seine Token einsetzt.

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