Advanced Account Security: ChatGPT bekommt passwortlose Anmeldung
KI-generiert mit ChatGPT
OpenAI hat Advanced Account Security (AAC) gestartet. Die Opt-in-Funktion richtet sich an Nutzer, die ihre ChatGPT- und Codex-Konten besonders strikt absichern wollen. Nach der Aktivierung ist der Login nur noch mit Passkey oder Hardware-Sicherheitsschlüssel möglich. Passwörter entfallen vollständig, ebenso die Wiederherstellung per E-Mail oder SMS.
Begleitend zum Launch hat OpenAI eine Partnerschaft mit Yubico angekündigt. Angeboten wird ein co-gebrandetes Set aus zwei YubiKeys für 68 US-Dollar. Enthalten sind ein YubiKey C Nano für den festen Einsatz am Laptop und ein YubiKey C NFC für mobile Logins und als Backup.
Strenger Trade-off bei Account-Verlust
Der Preis für die zusätzliche Sicherheit ist hoch. Wer alle hinterlegten Schlüssel verliert, kommt nicht mehr an seinen Account. Der OpenAI-Support kann nach der Aktivierung nicht mehr bei der Kontowiederherstellung helfen. Backup-Passkeys und Recovery-Codes sind dann die einzigen vorgesehenen Wege zurück ins Konto.
Hinzu kommen kürzere Sitzungszeiten, Benachrichtigungen bei jedem neuen Login und eine aktive Session-Verwaltung im Dashboard. Wer AAS aktiviert, bekommt automatisch ein Opt-out aus dem Modelltraining. Die Chats solcher Konten landen nicht mehr in den OpenAI-Trainingsdaten.
Pflicht für Defender, optional für alle anderen
OpenAI richtet sich mit dem Programm an Journalisten, Forscher, politische Dissidenten und gewählte Amtsträger. Für Mitglieder von Trusted Access for Cyber wird die Funktion verpflichtend. Sie müssen Advanced Account Security ab dem 1. Juni 2026 aktiviert haben, sonst verlieren sie den Zugang zum Cyber-Modell. Organisationen mit Trusted Access können alternativ bestätigen, dass ihr Single-Sign-on bereits phishingresistente Authentifizierung erzwingt.
„Sicherheitsschlüssel sind eine der besten Möglichkeiten, Konten vor Phishing zu schützen“, sagt OpenAI-CISO Dane Stuckey laut Pressemitteilung. Bei OpenAI selbst sind YubiKeys längst Standard. Yubico-Chef Jerrod Chong spricht von einem „neuen Modell für phishingresistente Sicherheit, das im KI-Ökosystem skaliert“.
Relevanz für OpenClaw-Nutzer
Für die ClawNews-Leserschaft ist der Schritt aus zwei Gründen wichtig. Seit Sam Altmans Ankündigung dient der ChatGPT-Account als Login für OpenClaw, und beide Wege werden zunehmend auf Passkeys umgestellt. Wer also OpenClaw mit einer ChatGPT-Subscription nutzt und AAS aktiviert, sichert zugleich den Zugang zu Codex und den eigenen OpenClaw-Workflows stärker ab.
Der Markt für KI-Account-Sicherheit wächst rasant. Anbieter wie 1Password und Okta richten sich bereits auf KI-Agenten als eigene Identitätskategorie aus. Mit Advanced Account Security zieht OpenAI nach. Damit folgt OpenAI dem Standard, den Google, Microsoft und GitHub bereits etabliert haben.
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