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Aave-Rettung: DeFi-Koalition deckt 80 % des KelpDAO-Schadens

Stephan Skrobisch 5. Mai 2026 3 Min.

Die DeFi-Plattform Aave hat rund 160 Millionen US-Dollar von 200 Millionen aufgebracht, um faule Kredite aus dem KelpDAO-Hack zu decken. Das berichtet CoinDesk unter Berufung auf Daten der Analyseplattform Arkham. Die Sammelaktion läuft unter dem Namen DeFi United. Sie ist eine der größten koordinierten Rettungsaktionen in der Geschichte der dezentralen Finanzwirtschaft.

Auslöser war ein Angriff auf die LayerZero-Bridge von KelpDAO am 18. April 2026. Besagte Brücke verbindet verschiedene Blockchains miteinander. Angreifer prägten 116.500 ungedeckte rsETH-Token im Wert von knapp 292 Millionen US-Dollar.

Etwa 89.567 dieser Token landeten als Sicherheiten auf Aave V3. Gegen die wertlosen Sicherheiten liehen sich die Angreifer 82.650 echte Wrapped-Ether im Volumen von rund 191 Millionen US-Dollar. Das auf Aave hinterlegte Gesamtkapital, das sogenannte Total Value Locked, sank in der Folge um rund 6,6 Milliarden US-Dollar.

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Mantle und das Aave-DAO trugen gemeinsam 55.000 ETH bei, also etwa 127 Millionen US-Dollar. Aave-Gründer Stani Kulechov stellte persönlich 5.000 ETH bereit. Weitere Beiträge zur Sammelaktion kamen unter anderem von Lido, EtherFi und Consensys.

Die Solana Foundation und der TRON-Gründer Justin Sun unterstützten Aave parallel durch Stablecoin-Einlagen in die Aave-Märkte. CoinDesk berichtet von insgesamt rund 303 Millionen US-Dollar an Zusagen, vorbehaltlich der jeweiligen DAO-Abstimmungen.

Die Aktion ist beispiellos im DeFi-Bereich, denn bisherige Exploits trafen einzelne Nutzer ohne koordinierte Rettung dieser Größenordnung. Die Beteiligten betonen die Bedeutung von Aave als größtem DeFi-Lender weltweit.

Die Beiträge sind teilweise als Kredit, teilweise als Spende strukturiert. Aave Labs versucht parallel, rund 30.766 ETH freizubekommen, die der Arbitrum-Sicherheitsrat eingefroren hat. Mit Krypto-Risiken müssen sich übrigens auch KI-Agenten-Communities zunehmend beschäftigen.

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