38,5 Milliarden Verlust bei OpenAI: Was wirklich hinter der Zahl steckt
- Was die geprüften Zahlen zeigen
- Was hinter den 38,5 Milliarden US-Dollar wirklich steckt
- Was operativ wirklich Geld kostet
- Was das für den Börsengang bedeutet
- Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen operativem Verlust und Nettoverlust bei OpenAI?
- Warum zahlt OpenAI so viel Geld an Microsoft?
- Wann plant OpenAI den Börsengang?
Was operativ wirklich Geld kostet
Der größte Kostenblock ist Forschung und Entwicklung mit 19,18 Milliarden US-Dollar. Davon flossen 10,59 Milliarden US-Dollar an Microsoft, mutmaßlich für das Training der Modelle. Der gesamte Cost of Revenue, also das Ausliefern der Modell-Antworten an Nutzer, lag bei 7,5 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen rund 6 Milliarden auf Microsoft. Insgesamt zahlte OpenAI 2025 rund 17,2 Milliarden US-Dollar an Microsoft. Wie eng die Bindung an Azure ist, zeigt die Übernahme des Stargate-Rechenzentrums durch Microsoft.
Es gibt einen Wert, den Investoren genau beobachten dürften. Pro eingenommenem US-Dollar lag der operative Verlust 2025 bei 1,60 US-Dollar. Im Jahr davor waren es noch 2,37 US-Dollar. Das Verhältnis verbessert sich also, während der Umsatz wächst.
Im Großkundengeschäft bleibt die Token-Frage trotzdem ein Dauerthema. Das machte ChatGPT-Produktchef Nick Turley auf der OMR deutlich. Seine Aussage „Unlimited Token wird es im Enterprise nie geben“ fasst dies zusammen.
Was das für den Börsengang bedeutet
OpenAI reichte den S-1-Antrag am 8. Juni 2026 bei der SEC ein. Goldman Sachs und Morgan Stanley führen den Prozess an. Berichten zufolge ist ein Börsengang im Herbst 2026 im Gespräch, bei einer angestrebten Bewertung von über einer Billion US-Dollar. OpenAI wollte die geleakten Zahlen nicht kommentieren. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über etwas mehr als 50 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten, davon knapp die Hälfte in bar. Der ChatGPT-Umbau zur Super-App lässt sich als Teil der Vorbereitung auf den Börsengang interpretieren.
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