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38,5 Milliarden Verlust bei OpenAI: Was wirklich hinter der Zahl steckt

Stephan Skrobisch 23. Juni 2026 4 Min.

Was operativ wirklich Geld kostet

Der größte Kostenblock ist Forschung und Entwicklung mit 19,18 Milliarden US-Dollar. Davon flossen 10,59 Milliarden US-Dollar an Microsoft, mutmaßlich für das Training der Modelle. Der gesamte Cost of Revenue, also das Ausliefern der Modell-Antworten an Nutzer, lag bei 7,5 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen rund 6 Milliarden auf Microsoft. Insgesamt zahlte OpenAI 2025 rund 17,2 Milliarden US-Dollar an Microsoft. Wie eng die Bindung an Azure ist, zeigt die Übernahme des Stargate-Rechenzentrums durch Microsoft.

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Es gibt einen Wert, den Investoren genau beobachten dürften. Pro eingenommenem US-Dollar lag der operative Verlust 2025 bei 1,60 US-Dollar. Im Jahr davor waren es noch 2,37 US-Dollar. Das Verhältnis verbessert sich also, während der Umsatz wächst.

Im Großkundengeschäft bleibt die Token-Frage trotzdem ein Dauerthema. Das machte ChatGPT-Produktchef Nick Turley auf der OMR deutlich. Seine Aussage „Unlimited Token wird es im Enterprise nie geben“ fasst dies zusammen.

Turley auf der OMR: Unlimited Token wird es im Enterprise nie geben
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Was das für den Börsengang bedeutet

OpenAI reichte den S-1-Antrag am 8. Juni 2026 bei der SEC ein. Goldman Sachs und Morgan Stanley führen den Prozess an. Berichten zufolge ist ein Börsengang im Herbst 2026 im Gespräch, bei einer angestrebten Bewertung von über einer Billion US-Dollar. OpenAI wollte die geleakten Zahlen nicht kommentieren. Zum Jahresende verfügte das Unternehmen über etwas mehr als 50 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten, davon knapp die Hälfte in bar. Der ChatGPT-Umbau zur Super-App lässt sich als Teil der Vorbereitung auf den Börsengang interpretieren.

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