220.000 KI-Chips für Claude: Anthropic mietet Colossus 1
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Anthropic sichert sich im Mai 2026 die gesamte Kapazität von Colossus 1 in Memphis. Der Compute-Deal mit Elon Musik umfasst rund 300 Megawatt Rechenleistung und mehr als 220.000 NVIDIA-GPUs.
- Was Anthropic bekommt: Colossus 1 im Detail
- Was xAI plötzlich verkauft und warum
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- Pentagon-Kontext: Wer arbeitet hier mit wem?
- Häufige Fragen
- Was bekommt Anthropic mit dem Deal um Colossus 1 genau?
- Was ändert sich durch den Deal für SpaceX und xAI?
- Kann Musk den Compute-Vertrag einseitig kündigen?
Der Compute-Deal überlagert den monatelangen verbalen Streit zwischen Elon Musk und Anthropic. Zugleich stellt Anthropic Rechenkapazität im Gigawatt-Maßstab im Orbit in Aussicht, gemeinsam mit SpaceX entwickelt.
Was Anthropic bekommt: Colossus 1 im Detail
Colossus 1 steht in einer ehemaligen Electrolux-Fabrik im Memphis-Stadtteil Boxtown. In dem Rechenzentrum arbeiten mehr als 220.000 NVIDIA-KI-Chips, darunter H100, H200 und GB200. Die verfügbare Leistung liegt bei mehr als 300 Megawatt.
Anthropic will die zusätzliche Rechenkapazität direkt für höhere Limits in den bezahlten Claude-Tarifen nutzen. Konkret hat das Unternehmen bereits drei Änderungen angekündigt. In Claude Code verdoppeln sich die Fünf-Stunden-Limits für Pro, Max, Team und sitzbasierte Enterprise-Pläne. Für Pro und Max entfällt außerdem die Drosselung zu Spitzenzeiten. Zusätzlich hebt Anthropic die API-Limits für Claude Opus deutlich an.
Rechenleistung wird für KI-Anbieter zunehmend zum Engpass. Auch GitHub hat seine Pro-Limits zuletzt gekürzt, um die Nutzung besser zu steuern.
Was xAI plötzlich verkauft und warum
Im Hintergrund ordnet Musk sein KI-Geschäft neu. xAI rückt näher an SpaceX und tritt inzwischen als SpaceXAI auf. Das eigene Training soll auf das neuere Colossus 2 wandern. Colossus 1 wird dadurch zur vermietbaren Infrastruktur.
Die Umstrukturierung verfolgt auch finanzielle Ziele. SpaceX hat laut Fortune Anfang April 2026 einen vertraulichen Antrag nach Form S-1 bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Das Formular dient der Vorbereitung eines Börsengangs. Laut Fortune peilt SpaceX eine Bewertung von 1,75 bis 2 Billionen US-Dollar an. Die Roadshow soll im Juni starten.
Die Einnahmen aus dem Anthropic-Deal liegen laut Analysten bei drei bis vier Milliarden US-Dollar pro Jahr. Besagte Schätzung stammt von New Street Research. Davon bleiben rund 2,5 Milliarden US-Dollar Cash-Profit. Die Margen sind extrem hoch, weil die Infrastruktur schon da ist.
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